S&P 500 Futures: Öl-Schock belastet

Eskalierende Konflikte im Nahen Osten treiben die Rohölpreise massiv in die Höhe und belasten die US-Aktienmärkte. Die Inflationssorgen wachsen und beeinflussen die Erwartungen an die US-Notenbank.

Die Kernpunkte:
  • Ölpreise steigen nach iranischen Angriffen stark an
  • Wichtige Ölhandelsroute Straße von Hormus blockiert
  • Wachsende Inflationsängste belasten Unternehmensgewinne
  • US-Arbeitsmarktdaten entscheidend für Fed-Zinspolitik

Die S&P 500 Futures zeigten sich am Donnerstagabend nahezu unverändert bei 6.843,50 Punkten – ein Plus von nur 0,1 Prozent. Zuvor hatte die Wall Street ihre Verlustserie ausgeweitet. Der S&P 500 schloss mit einem Minus von 0,6 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average sogar 1,6 Prozent einbüßte.

Verantwortlich für den Kursrutsch: Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und ein massiver Anstieg der Ölpreise. Rohöl verteuerte sich zeitweise um mehr als 8 Prozent, nachdem der Iran erneut Raketen auf Israel abgefeuert hatte – der sechste Tag in Folge mit Feindseligkeiten.

Straße von Hormus faktisch blockiert

Besonders brisant: Iran hat Tanker in der Straße von Hormus ins Visier genommen. Durch diese Meerenge fließt etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases – der Verkehr kam praktisch zum Erliegen. Die Rohölpreise sind bereits fünf Handelstage in Folge gestiegen. Brent-Crude erreichte mit 82,80 Dollar pro Barrel den höchsten Stand seit Juli 2024.

Die Konsequenz: steigende Inflationssorgen. Höhere Energiepreise drücken auf die Gewinnmargen der Unternehmen und belasten die Kaufkraft der Konsumenten. Für die US-Notenbank wird die Aufgabe komplizierter, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. IWF-Chefin Kristalina Georgieva warnte am Donnerstag: „Dieser Konflikt, sollte er sich als langwierig erweisen, hat offensichtliches Potenzial, globale Energiepreise, Marktstimmung, Wachstum und Inflation zu beeinflussen.“

Arbeitsmarktdaten im Fokus

Am Freitag richtet sich der Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht für Februar. Ökonomen erwarten lediglich 58.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft – nach deutlich stärkeren Zahlen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote soll bei rund 4,3 Prozent verharren.

Die Daten dürften entscheidend sein für die Zinsentscheidungen der Federal Reserve. Ein robuster Arbeitsmarkt würde der Notenbank Spielraum geben, die Zinsen länger oben zu halten. Aktuell rechnen Händler mit ersten Zinssenkungen erst später im Jahr. Die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung bis zum Juni-Meeting ist auf nur noch 39 Prozent gefallen – der niedrigste Wert im laufenden Jahr.

Die Gemengelage bleibt angespannt: geopolitische Risiken, Inflationsdruck durch explodierende Ölpreise und die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs. Anleger dürften vorerst vorsichtig bleiben.

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