S&P 500: Zittern vor dem Arbeitsmarktbericht

Nahost-Unsicherheit und KI-Debatte belasten die Stimmung, während der S&P 500 zwischen technischen Marken pendelt.

Die Kernpunkte:
  • Index bewegt sich zwischen 7.712 und 7.762 Punkten
  • Arbeitsmarktbericht erscheint am Freitag
  • Carnival steigt nach Prognoseanhebung um gut zwölf Prozent
  • AMD gewinnt nach angekündigter KI-Übernahme

Der Handel bleibt zäh. Vor dem Arbeitsmarktbericht am Freitag und ohne greifbare Fortschritte im Nahost-Konflikt trauen sich die Anleger an der Wall Street kaum aus der Deckung. Der S&P 500 pendelt knapp unter der Marke von 7.700 Punkten – ein Index im Wartemodus.

Charttechnik zeigt enges Nadelöhr

Wer auf den Kursverlauf schaut, erkennt eine echte Zwickmühle. Der Index bewegt sich in einer engen Spanne zwischen etwa 7.712 und 7.762 Punkten – ein Bereich, in dem laut Chartanalysten kaum noch ein klarer Vorteil für Käufer oder Verkäufer besteht. Unterhalb von 7.712 Punkten laufen mehrere technische Signale zusammen: der 200-Tage-Durchschnitt, die untere Wolkenkante im Ichimoku-System und eine wichtige Fibonacci-Marke.

Bricht diese Zone, könnte es Richtung 7.680 Punkte weitergehen. Hält die Unterstützung, wäre ein Anstieg bis in den Bereich von 7.780 bis 7.848 Punkten möglich. Ein Doppeltop-Muster mit Nackenlinie bei 7.712 Punkten liefert zusätzlichen Nährboden für die Vorsicht der Bären, während der MACD-Indikator zuletzt deutlich nach unten drehte.

Nahost-Konflikt und KI-Debatte als Belastungsfaktoren

Die Straße von Hormus bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA laufen weiter, Katar versucht laut dem iranischen Außenminister zu vermitteln. Die Öllieferungen durch die Meeresstraße nehmen zwar zu, Berichte über Schiffsbeschuss sorgen aber immer wieder für Nervosität.

Parallel dazu steht das Thema Künstliche Intelligenz erneut im Zentrum der Debatte. Ein geplantes KI-Gipfeltreffen im Weißen Haus mit Vertretern von Nvidia, OpenAI und Anthropic soll klären, wie Innovation und Regulierung zusammenpassen.

Anthropic strebt Berichten zufolge eine Bewertung von über zwei Billionen Dollar an – das würde den bisherigen Rekordhalter SpaceX übertreffen. Die Landesbank Baden-Württemberg bezeichnete die für die kommenden Jahre geplanten KI-Infrastrukturausgaben von 518 Milliarden Dollar als „exorbitant“.

Innerhalb des Index gab es dennoch klare Gewinner. Carnival sprang nach einer Prognoseerhöhung um gut zwölf Prozent nach oben – die Nachfrage nach Kreuzfahrten habe im Quartal einen historischen Höchststand erreicht. AMD legte nach der Ankündigung einer milliardenschweren Übernahme im KI-Bereich zu, Micron zog vor den am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen bereits an.

Die kommenden Tage dürften über die Richtung entscheiden. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag liefert frische Konjunktursignale, während die charttechnische Spanne zwischen rund 7.712 und 7.780 Punkten weiterhin als Entscheidungszone gilt.

Anzeige

Stand heute, 29. September: S&P 500 – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in S&P 500 investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

S&P 500: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu S&P 500