S&P Goldman Sachs Commodity Index: Wirtschaftliche Einschätzung
Spannungen im Persischen Golf lassen die Preise für Gold, Silber und Öl steigen. Institutionelle Anleger sichern sich mit Rohstoffen gegen das erhöhte Risiko ab.

- Gold und Silber als sichere Häfen stark gefragt
- Ölpreise reagieren auf Versorgungsrisiken
- Kakao erholt sich nach massivem Kurseinbruch
- Institutionelle Investoren setzen auf Öl-Optionen
Ein US-Ultimatum an den Iran und verstärkte Militärpräsenz im Persischen Golf versetzten die Rohstoffmärkte zum Wochenabschluss in Unruhe. Während die Aktienmärkte von einer Gerichtsentscheidung zu Zöllen profitierten, flüchteten institutionelle Anleger verstärkt in Sachwerte, um sich gegen die drohende Eskalation an der Straße von Hormus abzusichern. Kann der diplomatische Konflikt am Wochenende entschärft werden, oder droht eine weitere Verknappung der globalen Ölversorgung?
Edelmetalle und Energie im Aufwind
Der Goldpreis durchbrach gestern eine psychologisch wichtige Marke und stieg um 1,29 % auf 5.062,00 US-Dollar pro Unze. Die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ dominierte das Handelsgeschehen und überlagerte andere Marktfaktoren. Noch deutlicher fiel die Reaktion bei Silber aus: Das Edelmetall kletterte um 3,85 % auf 80,62 US-Dollar. Hier wirkte neben der Funktion als Krisenwährung auch die industrielle Komponente als zusätzlicher Treiber.
Im Energiesektor spiegelten die Kurse die Sorge um die Versorgungssicherheit wider. Die Nordseesorte Brent markierte ein Tageshoch bei 71,99 US-Dollar und schloss knapp darunter bei 71,76 US-Dollar (+0,14 %). Auch Erdgas profitierte von der allgemeinen Stimmung im Sektor und legte bei Aussichten auf kälteres Wetter um 1,70 % auf 3,047 US-Dollar zu.
Kurssprung bei Kakao nach Talfahrt
Abseits der geopolitisch getriebenen Sektoren zeigte Kakao eine bemerkenswerte Kursreaktion. Nach einem Absturz auf ein 2,75-Jahres-Tief in der laufenden Woche erholten sich die Notierungen in London massiv um 6,25 %. Marktbeobachter führen diese Bewegung primär auf Eindeckungen von Leerverkäufen (Short-Covering) zurück, nachdem zuvor Sorgen über ein weltweites Überangebot die Preise belastet hatten.
Technische Lage und institutionelle Aktivität
Der S&P GSCI Index, der die Entwicklung der Rohstoffmärkte abbildet, schloss mit einem Plus von 0,57 % bei 602,32 Punkten. Der GSG ETF, der diesen Index abbildet, testet derzeit wichtige technische Marken. Während die Unterstützung bei 25,00 US-Dollar hielt, stießen die Notierungen im Bereich der Wochenhochs auf Widerstand. Die Relative-Stärke-Indizes (RSI) für Energie und Edelmetalle nähern sich derweil dem überkauften Bereich, was die Geschwindigkeit des jüngsten Anstiegs verdeutlicht.
Institutionelle Investoren zeigten sich besonders bei Öl-Optionen aktiv. Umfangreiche Block-Trades deuten darauf hin, dass Marktteilnehmer sich gegen eine weitere Eskalation im Nahen Osten absichern. Goldman Sachs bekräftigte unterdessen die langfristig optimistische Einschätzung für Gold und verwies dabei auf strukturelle Faktoren, die über die aktuelle Nachrichtenlage hinausgehen.
Fokus auf die Straße von Hormus
Der Start in die neue Handelswoche wird maßgeblich von den Schlagzeilen am Wochenende abhängen. Sollten die diplomatischen Bemühungen scheitern oder die militärischen Spannungen zunehmen, halten Analysten einen Anstieg der Sorte Brent in Richtung 75 US-Dollar für möglich. Im Falle einer Deeskalation ist hingegen mit einem schnellen Rückgang der geopolitischen Risikoprämie zu rechnen. Konkrete Wirtschaftsdaten dürften gegenüber der Nachrichtenlage aus dem Persischen Golf zunächst in den Hintergrund rücken.
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