SpaceX: 20-Milliarden-Kredit wird zur Anleihe

SpaceX plant Anleiheemission zur Tilgung eines 20-Milliarden-Kredits. Die Aktie verliert deutlich, während das operative Geschäft hohe Verluste schreibt.

Die Kernpunkte:
  • Geplante Ausgabe unbesicherter Schuldverschreibungen
  • Tilgung eines 20-Milliarden-Überbrückungskredits
  • Aktienkurs fällt um über sechs Prozent
  • Starlink bleibt profitabel, Gesamtkonzern defizitär

Der Rekord-Börsengang von SpaceX liegt erst wenige Wochen zurück. Jetzt zapft der Raumfahrtgigant bereits den Anleihemarkt an. Das Unternehmen plant die Ausgabe unbesicherter Schuldverschreibungen. Anleger reagieren nervös auf diesen schnellen Kapitalbedarf.

Mit dem frischen Geld will SpaceX einen massiven Überbrückungskredit tilgen. Dieser beläuft sich auf 20 Milliarden US-Dollar und macht den Großteil der Gesamtverschuldung aus. Das Management nutzte diese Mittel im Februar. Damit finanzierte der Konzern die Übernahme des KI-Startups xAI.

Hoher Cashbestand, teure Projekte

Die Kapitalmaßnahme überrascht auf den ersten Blick. Schließlich verfügt SpaceX über liquide Mittel von rund 100 Milliarden US-Dollar. Allerdings verschlingt das operative Geschäft enorme Summen. Allein im Geschäftsjahr 2025 flossen über 20 Milliarden US-Dollar in Investitionen.

Der Konzern verzeichnete zuletzt einen Nettoverlust von knapp fünf Milliarden US-Dollar. Einziger Lichtblick bleibt das Satellitennetzwerk Starlink. Diese Sparte erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 4,4 Milliarden US-Dollar. Sie steht für mehr als 60 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Entwicklung der Starship-Rakete und der neuen KI-Infrastruktur treiben die restlichen Verluste.

Aktie unter Druck

An der Börse sorgte die Ankündigung für deutliche Verluste. Im europäischen Handel fiel der Kurs um über sechs Prozent. In den USA pendelte die Aktie volatil um die Marke von 168 US-Dollar. Damit notiert das Papier zwar noch 25 Prozent über dem Ausgabepreis, die Höchststände der ersten Handelstage sind jedoch in weite Ferne gerückt.

Operativ liefert SpaceX derweil weiter ab. Erst am Wochenende brachte eine Falcon-Rakete erfolgreich neue Satelliten ins All. Es war bereits der 33. Flug für diese spezielle Trägerrakete. Ein starker Beweis für die Dominanz bei wiederverwendbaren Systemen.

Ende Juli legt das Management den ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen vor. Dann erwarten Investoren konkrete Zahlen. Der Vorstand muss detailliert aufschlüsseln, wie er die teure xAI-Integration und den Schuldendienst langfristig finanzieren will.

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