SpaceX: 319 Millionen Aktien ab 9. September frei
Bei SpaceX laufen Haltefristen für 378 Millionen Aktien aus. Analysten bleiben zuversichtlich, während Starts und operative Meilensteine stützen.

- Haltefristen für 378 Millionen Aktien
- Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
- Starlink-Mission mit 27 Satelliten
- NASA bestätigt Trümmer-Einschlag auf Mond
Die Aktie von SpaceX steht diese Woche vor einer ihrer bisher größten Belastungsproben am Kapitalmarkt. Am morgigen 9. September laufen für 319 Millionen Aktien Haltefristen aus, einen Tag später folgen weitere 59 Millionen Papiere. Anleger fragen sich, ob der Markt diese Menge frisch handelbarer Aktien ohne größere Kursverwerfungen aufnehmen kann.
Aktuell notiert das Papier bei 128,42 Euro und gibt am heutigen Dienstag um 0,4 Prozent nach. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 7,2 Prozent zu Buche, der Kurs liegt damit 9,2 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, fehlen der Aktie derzeit rund 34 Prozent – ein Hinweis darauf, dass trotz der jüngsten Erholung noch deutlich Luft nach oben besteht, sollte der Lockup ohne größere Verkaufswelle über die Bühne gehen.
Analysten bleiben trotz Unlock-Risiko optimistisch
Während die anstehende Aktienflut kurzfristig für Nervosität sorgt, zeigen sich Analysten mittelfristig zuversichtlich. Oppenheimer hob sein Kursziel jüngst auf 280 US-Dollar an, Bernstein sieht 248 US-Dollar als fair an.
Der Analystenkonsens von FactSet liegt bei 225,87 US-Dollar. Die Diskrepanz zwischen diesen Zielen und den aktuellen Notierungen deutet darauf hin, dass die Häuser den Lockup-Effekt als vorübergehend einstufen und die operative Entwicklung des Raumfahrtkonzerns stärker gewichten.
Charttechnisch bleibt die Marke von 150 US-Dollar ein hartnäckiges Nadelöhr: Die Aktie scheiterte zuletzt mehrfach an diesem Widerstand, nachdem sie am 3. September ein Zweimonatshoch von 152,30 US-Dollar markiert hatte, bevor sie wieder unter die Marke zurückfiel.
Ein Ausbruch über 155 US-Dollar könnte laut Markteinschätzungen den Weg zu 160 bis 165 US-Dollar öffnen, während ein Bruch unter 140 US-Dollar Abwärtsrisiken bis 130 US-Dollar berge.
Operatives Geschäft liefert Rückenwind
Abseits der Kapitalmarktthemen läuft das operative Geschäft weiter auf Hochtouren. Am 6. September startete von Vandenberg aus die Starlink-Mission Group 15-24 mit 27 optimierten V2-Mini-Satelliten, die eingesetzte Booster-Stufe B1088 absolvierte bereits ihren 19. Flug.
Für den 15. September ist der 14. Starship-Flug angesetzt, mit dem erstmals Satelliten der neuen V3-Generation ins All gebracht werden sollen – diese sollen mit rund 2.000 Kilogramm Gewicht und etwa einem Terabit pro Sekunde Downlink-Kapazität eine deutlich leistungsfähigere Nutzerhardware voraussetzen.
Zusätzliche Fantasie liefern Spekulationen um eine mögliche Fusion mit Tesla, die der Investor Ross Gerber als wahrscheinlich einstuft und die laut Berichten die langfristige Equity-Story des Unternehmens neu prägen könnte. Parallel dazu meldete SpaceX mit dem 80. Starlink-Start des Jahres 2026 einen weiteren operativen Meilenstein.
Nicht alle Nachrichten sind positiv: Die NASA bestätigte, dass Trümmer einer SpaceX-Raketenstufe aus dem Jahr 2025 unplanmäßig auf dem Mond einschlugen – ohne Risiko für laufende Mondmissionen.
Zudem macht ein Shrimp-Fischer aus Brownsville, Texas, SpaceX-Trümmer für einen Schaden von 12.000 US-Dollar an seiner Ausrüstung verantwortlich, nachdem sein Fanggerät Anfang September vor Boca Chica Beach beschädigt wurde. Für Anleger dürfte in dieser Woche jedoch der Lockup-Termin im Vordergrund stehen – er entscheidet, ob die Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen kann.
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