SpaceX Aktie: 10 von 13 Triebwerken beim Booster-Fang
Der 13. Starship-Testflug von SpaceX zeigt gemischte Ergebnisse: Satelliten-Erfolg, aber Booster-Bruchlandung. Die Aktie fällt weiter und nähert sich dem Jahrestief.

- Starship-Flug 13: Satelliten-Erfolg, Booster-Bruchlandung
- Aktie verliert 2,60 Prozent auf 101,18 Euro
- Kurs nähert sich dem 52-Wochen-Tief
- Nächster Test: Tower Catch der Oberstufe geplant
Ein Satelliten-Erfolg reicht nicht, wenn die Rakete danach zerschellt. Genau das erlebte SpaceX am Freitag beim 13. Testflug des Starship-Systems. Die Aktie reagierte prompt: minus 2,60 Prozent auf 101,18 Euro.
Starship-Flug 13: Fortschritt und Rückschlag zugleich
Am Freitag startete SpaceX von der Starbase-Anlage in Texas zum 13. Testflug des Starship-Systems. Die Mission brachte einen echten Durchbruch: Erstmals setzte das Unternehmen 20 Satelliten der neuen „V3“-Generation im Orbit aus. Diese Version verfügt über verbesserte Laserkommunikation und soll künftig die Nutzlast-Effizienz steigern.
Die Oberstufe von Starship absolvierte einen erfolgreichen suborbitalen Flug und wasserte kontrolliert im Indischen Ozean. Beim Super-Heavy-Booster lief es schlechter. Beim Landeanflug auf den Golf von Mexiko starteten nur 10 von 13 vorgesehenen Triebwerken für das Bremsmanöver neu. Beim Aufprall liefen nur noch fünf Triebwerke – Missionsbeobachter sprachen von einer „harten“ statt der geplanten kontrollierten Landung.
Kurs nähert sich Jahrestief
Der gemischte Testflug drückte die Aktie zusätzlich zu einem ohnehin schwachen Umfeld. Binnen einer Woche verlor das Papier 6,61 Prozent, auf Monatssicht sogar 25,71 Prozent. Der Markt verarbeitet damit weiterhin die Turbulenzen nach dem Nasdaq-Debüt von SpaceX im Juni 2026.
Am Donnerstag markierte die Aktie mit 97,54 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Der Freitagsschluss liegt nur 3,73 Prozent darüber – wenig Puffer nach unten. Der 14-Tage-RSI von 33,9 nähert sich der überverkauften Zone und spiegelt den anhaltenden Verkaufsdruck im Juli wider.
Nächster Test: Der Turm-Fang
Trotz der harten Landung hält SpaceX-Chef Elon Musk am ambitionierten Zeitplan fest. Nach vollständiger Auswertung der Flugdaten soll bei Flug 14 ein „Tower Catch“ der Starship-Oberstufe versucht werden. Dabei sollen mechanische „Chopstick“-Arme am Startturm das zurückkehrende Raumfahrzeug in der Luft auffangen – ein Manöver, das bisher nur beim Super-Heavy-Booster Ende 2024 gelang.
Im Tagesgeschäft bleibt SpaceX derweil auf Kurs. Für heute, Samstag, ist ein Falcon-9-Start vom Space Launch Complex 4E in Kalifornien geplant, der eine weitere Ladung Starlink-Satelliten ins All bringen soll. Das operative Geschäft läuft also unabhängig von den experimentellen Rückschlägen des Starship-Programms weiter.
Anleger richten den Blick zudem auf den 6. August. Dann läuft eine bedeutende Lock-up-Frist für Aktien aus, was zusätzliches Angebot am Markt auslösen könnte.
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