SpaceX Aktie: 100-Milliarden-Komplex in Louisiana geplant
SpaceX plant einen neuen Starship-Standort in Louisiana, treibt Starlink voran und ordnet die KI-Sparte nach operativen Problemen neu.

- Neuer Starship-Komplex in Louisiana geplant
- FCC-Antrag für Flight 14 eingereicht
- Zwei Falcon-9-Missionen mit Starlink vorgesehen
- KI-Tochter Cursor unter zusätzlichem Druck
SpaceX baut sein Raumfahrtprogramm massiv aus. Wie Reuters am Dienstag vergangener Woche berichtete, plant das Unternehmen von Elon Musk einen 100 Milliarden Dollar teuren Starship-Raketenkomplex in Louisiana. Der Bau von „Starbase Louisiana“ soll 2027 beginnen, der erste Starship-Start ist für 2029 vorgesehen.
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der SpaceX parallel an mehreren Fronten aktiv ist. Für das Starship-Programm hat das Unternehmen bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine experimentelle Genehmigung für den Flight 14 beantragt, der ausdrücklich eine Orbitalstufe von Starbase in Texas vorsieht. Der beantragte Zeitraum reicht vom 15. September 2026 bis zum 15. März 2027.
Starlink-Betrieb läuft auf Hochtouren
Während das Starship-Programm auf künftige Meilensteine zusteuert, hält SpaceX das laufende Starlink-Geschäft in hoher Kadenz. Von der Vandenberg Space Force Base sind gleich zwei Falcon-9-Starts mit jeweils 27 Starlink-Satelliten geplant: einer für den heutigen Mittwoch, ein weiterer für den 6. September.
Die Booster sollen jeweils auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ landen. Die Taktung unterstreicht, wie sehr SpaceX das Satelliteninternet-Geschäft als operatives Rückgrat neben den ambitionierten Starship-Plänen nutzt.
Auch geopolitisch bleibt Starlink im Fokus: Die Ukraine verlieh Elon Musk vergangene Woche den Orden der Freiheit, während Kiew den Einsatz von SpaceX-Starlink-Terminals für die Kommunikation an der Front ausweiten will.
KI-Sparte sorgt für Schlagzeilen abseits der Raumfahrt
Nicht nur das Kerngeschäft macht Schlagzeilen. SpaceX hat laut einem Bericht sein KI-Rechenzentrum-Team umstrukturiert, nachdem es an den Standorten in Tennessee und Mississippi operative Probleme gegeben hatte. Das Unternehmen baue demnach seine Rechenkapazitäten aus und reorganisiere das Management.
Belastender ist eine andere Entwicklung rund um das SpaceX-Tochterunternehmen Cursor, ein Coding-Tool, das laut Reuters von russischsprachigen Cyberkriminellen genutzt wurde, um in ein belgisches Chemieunternehmen und mindestens sechs weitere Firmen einzudringen. Zusätzlich kündigte OpenAI an, seine KI-Modelle für Cursor nach einem Kontrollwechsel ab dem 12. November 2026 nicht mehr bereitzustellen.
Trump als Aktionär, Kurs unter Rekordhoch
Politische Aufmerksamkeit erhält SpaceX zudem durch US-Präsident Donald Trump, der im August offenlegte, im Juni zwischen 15.001 und 50.000 Dollar in SpaceX-Aktien investiert zu haben.
Die Offenlegung, am 12. August unterschrieben und am 22. August veröffentlicht, fällt in eine Phase spürbarer Kursdynamik: Binnen 30 Tagen legte die Aktie um 24 Prozent zu. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, fehlen dem Papier aktuell noch 37 Prozent.
Die Gemengelage aus milliardenschweren Zukunftsprojekten, dichtem operativem Startplan und einer belasteten KI-Tochter zeigt: SpaceX bewegt sich derzeit auf mehreren Baustellen gleichzeitig – mit entsprechend hohem Nachrichtenfluss für Anleger.
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