SpaceX Aktie: 100. Orbitalmission 2026 absolviert

SpaceX feiert 100. Orbitalstart 2026 mit 27 neuen Starlink-Satelliten. Trotz operativer Erfolge drückt Musks Starship-Aussage die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • 100. Orbitalstart im Jahr 2026
  • 27 Starlink-Satelliten ins All gebracht
  • Musk-Kommentar belastet Aktienkurs
  • Alphabet bewertet SpaceX-Anteil hoch

SpaceX hat am heutigen Samstag seine 100. Orbitalmission des Jahres 2026 absolviert. Eine Falcon 9 startete im Rahmen der Mission Starlink 15-20 vom Vandenberg Space Force Base und brachte 27 weitere Satelliten in die Umlaufbahn. Firmengründer Elon Musk erklärte am Freitag, die Starlink-Konstellation umfasse inzwischen mehr als 11.000 Satelliten im Orbit.

Der Meilenstein unterstreicht das enorme Starttempo des Unternehmens. Bereits am Donnerstag hatte SpaceX eine weitere Falcon-9-Mission mit dem Namen Starlink 10-39 von Cape Canaveral aus gestartet, nachdem ein vorheriger Startversuch verschoben worden war.

Auch dabei kamen 29 Satelliten in den Orbit. Mitte August hatte das Unternehmen zudem zwei Falcon-9-Missionen für Globalstar und die US Space Force im Rekordabstand von nur 38,5 Minuten gestartet – ein Beleg für die operative Schlagkraft der Startinfrastruktur.

Musk-Kommentar zu Starship belastete zuletzt den Kurs

Trotz der operativen Erfolge im Starlink-Geschäft steht die SpaceX-Aktie unter Druck. Auslöser war eine Aussage von Elon Musk, wonach der nächste Rückholversuch einer Rakete – der sogenannte „Catch“ – noch Monate entfernt sei. Berichten von Reuters und dem Wall Street Journal zufolge sackte die Aktie nach dieser Aussage ab, während SpaceX parallel einen weiteren Starship-Testflug vorbereitet.

Der Kurs schloss am Freitag bei 117,20 Euro, ein Plus von 2,1 Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von 3,1 Prozent zu Buche, während sich das Papier auf Monatssicht um 16 Prozent verteuert hat. Damit notiert die Aktie derzeit 5,4 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 123,95 Euro – ein Hinweis darauf, dass die kurzfristige Erholung ins Stocken geraten ist.

Institutionelles Interesse bleibt hoch

Abseits der operativen Nachrichten rückte zuletzt auch die Kapitalseite von SpaceX in den Fokus. Reuters berichtete, dass Alphabet seine SpaceX-Beteiligung zum Ende des zweiten Quartals mit rund 94 Milliarden US-Dollar bewertete – ausgehend von einer ursprünglichen Investition von 900 Millionen US-Dollar im Jahr 2015. Der Vermögensverwalter Tiger Global Management erwarb im zweiten Quartal zudem eine Position von 375.000 Aktien im Wert von etwa 64,1 Millionen US-Dollar zum Stichtag 30. Juni.

Eine ebenfalls von Reuters ausgewertete Regulierungsmeldung zeigte, dass Elon Musk zum 30. Juni einen Anteil von 48,4 Prozent an SpaceX hielt. Anfang August hatte die US-Börsenaufsicht SEC zudem Betrugsvorwürfe gegen Adit Ventures Management und weitere Beteiligte im Zusammenhang mit Pre-IPO-Investitionen in unter anderem SpaceX beigelegt – ein regulatorischer Vorgang, der Dritte betrifft und nicht das operative Geschäft von SpaceX selbst.

Ausblick

Der Sekundärmarkt für SpaceX-Aktien zeigte sich zuletzt uneinheitlich: Medienberichten zufolge schloss das Papier Anfang August erstmals seit Wochen wieder über dem IPO-Preis von 135 US-Dollar.

Mit Blick auf die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 1.576,68 Milliarden Euro und einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 91 Prozent bleibt die Aktie ein hochschwankungsanfälliges Papier, dessen Bewertung stark von Fortschritten beim Starship-Programm abhängt. Der für Mitte September angekündigte nächste Testflug dürfte daher richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung sein.

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