SpaceX Aktie: 135 Dollar Ausgabepreis für Nasdaq-Debüt
SpaceX startet am Freitag an der Nasdaq. MSCI-Aufnahme und knappes Angebot treiben die Nachfrage trotz hoher Verluste.

- Börsendebüt an der Nasdaq am Freitag
- MSCI-Aufnahme sorgt für Kaufdruck
- Nur sieben Prozent frei handelbar
- Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar
Am Freitag wagt SpaceX den Sprung an die Nasdaq. Der Andrang auf die Papiere des Raumfahrt- und KI-Konzerns sprengt bereits jetzt den üblichen Rahmen. Banken schließen die Orderbücher für institutionelle Investoren voraussichtlich schon an diesem Mittwoch. Der Grund für die Eile liegt in einer Entscheidung des Indexanbieters MSCI.
Index-Effekt treibt Nachfrage
MSCI nimmt SpaceX per Schnellverfahren in seine globalen Standardindizes auf. Das passiert bereits zehn Handelstage nach dem Debüt. Die Folge: Passiv gemanagte Fonds müssen die Aktie zwingend kaufen. Aktuell bilden Vermögenswerte von rund 5,79 Billionen US-Dollar diese Benchmarks ab.
Dieser Kaufzwang trifft auf ein extrem knappes Angebot. SpaceX will beim Börsengang 75 Milliarden US-Dollar einsammeln. Der Ausgabepreis ist auf 135 Dollar je Aktie fixiert. Allerdings sind anfangs nur etwa sieben Prozent der Papiere frei handelbar. Großinvestoren reißen sich um die Zuteilung. Mehrere Adressen haben bereits zweistellige Milliardenbeträge geboten.
Rote Zahlen durch KI-Fusion
Trotz der enormen Nachfrage kauft der Markt keine hochprofitable Firma. Frische Finanzdaten zeigen für das vergangene Jahr einen Nettoverlust von knapp 4,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte im selben Zeitraum auf 18,67 Milliarden Dollar. Im laufenden Jahr setzt sich dieser Trend fort.
Verantwortlich für das Minus sind massive Investitionen. Im Februar schluckte SpaceX das KI-Unternehmen xAI von Elon Musk. Die Integration treibt die operativen Kosten massiv in die Höhe.
Die Milliarden-Wette im Orbit
Das Management lenkt den Fokus derweil auf die zukünftige Infrastruktur. Unter dem Codenamen „Terafab“ baut der Konzern ein orbitales Rechenzentrum auf. Das Projekt kostet rund 55 Milliarden Dollar. In Texas entsteht dafür aktuell eine riesige Solarzellenfabrik. Diese soll künftig KI-Rechenzentren im Weltraum mit Strom versorgen.
Privatanleger erhalten bis zu 30 Prozent der angebotenen Aktien. Große Broker wie Fidelity und Charles Schwab wickeln die Verteilung ab. Am Donnerstag legt das Unternehmen den finalen Emissionspreis offiziell fest. Am Freitag startet dann der reguläre Handel an der Nasdaq.
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