SpaceX Aktie: 1,6-Milliarden-Auftrag stoppt Ausverkauf nicht

Trotz 1,6-Milliarden-Dollar-Deal mit der US Space Force fällt die SpaceX-Aktie auf ein neues Jahrestief.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt trotz Milliardenauftrag
  • 18 Falcon-9-Starts für US-Militär
  • Zwei Raketenstarts am selben Tag
  • Starship-Testflug mit Teilerfolg

Ein neuer Pentagon-Auftrag über 1,6 Milliarden Dollar konnte den Ausverkauf bei SpaceX nicht stoppen. Die Aktie fiel am Mittwoch um 3,95 Prozent auf 98,20 Euro. Das Papier notiert damit nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 94,15 Euro, erreicht erst am 28. Juli.

Die US Space Force beauftragt SpaceX mit 18 Falcon-9-Starts. Die Missionen sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein und stärken die Fähigkeiten des Militärs im Orbit. Ein Teil davon fließt in die „Golden Dome“-Raketenabwehr ein.

Verteidigungssparte läuft rund

Der neue Auftrag reiht sich in ein starkes Jahr für das Militärgeschäft von SpaceX ein. Insgesamt hat das Unternehmen 2026 bereits Pentagon-Aufträge im Wert von mindestens 7 Milliarden Dollar eingesammelt. Im Mai kamen zwei weitere Großaufträge dazu: 2,29 Milliarden Dollar für das „Space Data Network“-Backbone und 4,16 Milliarden Dollar für die Verfolgung von Hyperschallwaffen und anderen Flugobjekten.

Die Regierungsaufträge liefern SpaceX eine verlässliche Einnahmebasis. Das dürfte besonders in Phasen wichtig sein, in denen die Kapitalintensität der eigenen Großprojekte steigt.

Zwei Starts an einem Tag

Der Vertragsabschluss fällt mit einem dichten Flugplan zusammen. Am 30. Juli startet SpaceX gleich zwei Falcon-9-Missionen. Die erste ist NROL-95, ein geheimer Aufklärungsflug für das National Reconnaissance Office von Florida aus. Die zweite bringt Starlink-Satelliten von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ins All.

Parallel wertet das Unternehmen die Daten des 13. Testflugs von Starship aus, der am 24. Juli stattfand. Der Super-Heavy-Booster kam bei der Wasserung im Golf von Mexiko hart auf. Die Oberstufe dagegen gelang eine erste sanfte Landung im Ozean — sie trieb Berichten zufolge noch am Vortag im Indischen Ozean.

Nach diesem Teilerfolg deutete die Unternehmensführung an, dass der nächste Testflug einen Fangversuch der Oberstufe durch die mechanischen Arme des Startturms beinhalten könnte.

Charttechnik zeigt Erschöpfung

Trotz der guten Nachrichten aus dem Verteidigungsgeschäft bleibt der Kursverlauf schwach. Auf Monatssicht steht ein Minus von 34,30 Prozent zu Buche, zum bisherigen Rekordhoch von 194,46 Euro vom 16. Juni klafft ein Abstand von fast der Hälfte. Der 14-Tage-RSI liegt bei 33,3 — die Aktie nähert sich damit überverkauftem Terrain.

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 65,21 Prozent zeigt: Der Markt bleibt trotz der Milliardenaufträge nervös. Die Regierungsverträge geben dem Unternehmen einen finanziellen Boden. Den Kapitalbedarf der Starship- und Starlink-Programme lösen sie damit aber nicht auf.

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