SpaceX Aktie: 1,75 Billionen Dollar beim IPO

SpaceX plant den größten Börsengang der Geschichte. Mitte Juni 2025 startet die Aktie unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq.

Die Kernpunkte:
  • Größter Börsengang aller Zeiten
  • Aktienpreis bei 135 US-Dollar festgelegt
  • 30 Prozent der Anteile für Privatanleger
  • Musk sichert sich bis zu 85 Prozent Stimmrecht

Elon Musk macht Ernst und bringt SpaceX an die Börse. Mit einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar strebt das Raumfahrtunternehmen den größten Börsengang der Geschichte an. Mitte Juni 2026 soll das Debüt an der Nasdaq unter dem Kürzel „SPCX“ erfolgen.

Der Festpreis steht bereits fest: 135 US-Dollar pro Aktie. SpaceX verzichtet damit auf das übliche Bookbuilding-Verfahren der Banken. Insgesamt will das Unternehmen durch die Ausgabe von rund 555,6 Millionen neuen Aktien 75 Milliarden US-Dollar einsammeln.

Das frische Kapital fließt direkt in die Bilanz. Damit finanziert Musk den Ausbau des Starlink-Satellitennetzes sowie die Entwicklung einer eigenen KI-Infrastruktur. Besonders auffällig: 30 Prozent der Anteile sind für Privatanleger reserviert.

Bewertung zwischen Vision und Realität

Die angestrebte Bewertung sorgt für Diskussionen. Morningstar taxiert den fairen Wert auf lediglich 780 Milliarden US-Dollar — weniger als die Hälfte des IPO-Ziels. Analysten warnen vor der KI-Sparte xAI, die aufgrund hoher Verluste den Unternehmenswert gefährden könnte.

Die Zahlen untermauern das Risiko. SpaceX verbuchte 2025 einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 791 Millionen US-Dollar in den Büchern.

Starlink liefert zwar bereits operative Gewinne und einen zweistelligen Milliardenumsatz. Massive Investitionen in Forschung und Infrastruktur drücken jedoch auf das Ergebnis. Im ersten Quartal 2026 weitete sich der Nettoverlust auf 4,28 Milliarden US-Dollar aus.

Absolute Macht für Musk

Institutionelle Investoren blicken kritisch auf die Machtverteilung. Elon Musk sichert sich zwischen 82 und 85 Prozent der Stimmrechte. Für seine eigenen Anteile gilt nach dem Börsengang eine Haltefrist von 366 Tagen.

Das IPO wird von einem breiten Bankenkonsortium begleitet:
* Goldman Sachs
* Morgan Stanley
* Bank of America
* Citi
* JPMorgan

Trotz der Governance-Bedenken ist das Marktinteresse enorm. Die schiere Größe könnte SpaceX kurz nach dem Debüt zum Kandidaten für den Nasdaq 100 machen. Der offizielle Handel startet voraussichtlich Mitte Juni.

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