SpaceX Aktie: 1,77 Billionen Dollar Bewertung
SpaceX startet mit dem größten Börsengang aller Zeiten an der Nasdaq. Das Unternehmen lockt mit Rekordnachfrage und schneller Indexaufnahme.

- Größter Börsengang der Geschichte
- Ausgabepreis bei 135 Dollar
- 30 Prozent für Privatanleger reserviert
- Schnelle Nasdaq-100-Aufnahme geplant
Mit 1,77 Billionen Dollar Bewertung und einem Emissionserlös von 75 Milliarden Dollar betritt SpaceX heute die Nasdaq — und schreibt damit Börsengeschichte. Kein Unternehmen hat je einen größeren Börsengang hingelegt.
Rekordnachfrage, rekordverdächtige Zahlen
Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar je Aktie. SpaceX platzierte rund 555 Millionen Aktien der Klasse A. Das Orderbuch füllte sich auf mehr als 250 Milliarden Dollar — ein Vielfaches des Angebotsvolumens.
Privatanleger spielten dabei eine ungewöhnlich große Rolle. SpaceX reservierte bis zu 30 Prozent der Aktien für Kleinanleger. Allein aus diesem Segment kamen Kauforders über 100 Milliarden Dollar. BlackRock soll mindestens 5 Milliarden Dollar gezeichnet haben.
Elon Musk dürfte von dem Debüt besonders profitieren. Analysten rechnen damit, dass er durch seinen Mehrheitsanteil zum ersten Billionär der Geschichte wird.
Schnelle Indexaufnahme, verzögerte ETFs
Die Nasdaq hat ihre Regeln angepasst, um SpaceX auf einem beschleunigten Weg in den Nasdaq-100 aufzunehmen. Normalerweise warten Unternehmen deutlich länger. SpaceX kann bereits nach 15 Handelstagen aufgenommen werden — vorausgesetzt, die Aktie hält in der ersten Woche eine Top-40-Bewertung. Das zwingt passive Fonds wie den Invesco QQQ Trust, die Aktie in ihre Portfolios zu integrieren.
Leveraged ETFs auf SpaceX müssen hingegen warten. Die SEC äußerte Bedenken gegenüber sofort startenden 2x-Long- und 2x-Short-Produkten. Die Anbieter sollen ihre Launches auf Montag, den 15. Juni, verschieben.
Operatives Tempo, finanzielle Widersprüche
SpaceX zeigt sich auch operativ in Hochform. Am Vortag des Börsengangs startete ein Falcon-9-Booster auf seinem 34. Flug und brachte 24 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn. Heute sollen von Cape Canaveral weitere 29 Satelliten folgen. Das Starlink-Netz versorgt inzwischen über 12 Millionen Abonnenten in 160 Ländern.
Die Finanzzahlen erzählen eine zweigeteilte Geschichte. Der Umsatz stieg 2025 um 33 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar. Trotzdem schrieb SpaceX einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar — nach einem Gewinn von 791 Millionen Dollar im Jahr 2024. Der Grund: massive Investitionen in das Starship-Programm und den Ausbau der Starlink-Konstellation.
Politischer Gegenwind ohne Wirkung
Senatorin Elizabeth Warren forderte die SEC auf, den Börsengang zu verschieben. Ihr Anliegen: die Machtkonzentration beim Gründer. Die Behörde ließ den Börsengang dennoch planmäßig zu.
SpaceX startet damit als schwergewichtigster Neuzugang, den die US-Börsengeschichte je gesehen hat — und dürfte den Appetit auf weitere Technologie-IPOs in 2026 erheblich anfachen.
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