SpaceX Aktie: 20 Starlink-V3-Satelliten an Bord
SpaceX-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief vor dem nächsten Starship-Test. Technische Reparaturen und erste Satelliten an Bord stehen im Fokus.

- Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief
- Starship-Flug 13 für Juli geplant
- Erste funktionsfähige Satelliten an Bord
- FAA-Prüfung noch nicht abgeschlossen
SpaceX-Aktien fielen am 10. Juli um 4,51 Prozent auf 145,30 Dollar. Das ist ein neues 52-Wochen-Tief. Ausgerechnet in dieser Woche liefert das Unternehmen technische Details zu den Reparaturen für den nächsten Starship-Testflug.
Die Aktie notiert damit nur knapp über ihrem Börsengangspreis von 150 Dollar. Zum Zwischenhoch von 226 Dollar nach dem Listing fehlen inzwischen rund 50 Prozent.
Die Ursache für den Booster-Ausfall
SpaceX will den nächsten Starship-Start frühestens am 16. Juli wagen. Die Mission trägt die Bezeichnung Flight 13. Das Startfenster öffnet um 18:45 Uhr Ostküstenzeit an der texanischen Starbase.
Einen Tag vor der Ankündigung hatte SpaceX einen statischen Zündtest des Super-Heavy-Boosters für diese Mission abgeschlossen. Das war ein wichtiger Meilenstein in der Startvorbereitung.
Der vorherige Testflug im Mai verlief größtenteils erfolgreich. Ein Problem blieb jedoch bestehen: Der Super-Heavy-Booster schaffte keine kontrollierte, sanfte Wasserung im Golf von Mexiko. SpaceX hat die Ursache inzwischen gefunden.
Bei der Stufentrennung von Flight 12 sorgten leicht unterschiedliche Zündzeiten der Triebwerke für einen Fehler. Der Booster drehte sich um etwa 90 Grad zu weit. Die Folge: Fünf Raptor-Triebwerke zündeten nicht für die geplante Bremszündung, die daraufhin vorzeitig abbrach.
SpaceX hat die Zündsequenz nun robuster gegen Zeitabweichungen gemacht. Zusätzlich verbessert das Unternehmen mit Hardware-Änderungen die Zuverlässigkeit der Wiederzündung. Auch die Alarm- und Abbruchsysteme der Triebwerke wurden an die realen Flugbedingungen angepasst.
Die FAA lässt noch auf sich warten
Der genaue Starttermin hängt auch von einer Behördenentscheidung ab. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete nach Flight 12 eine Untersuchung des Zwischenfalls an. Bis zum 10. Juli hatte die Behörde diese Prüfung noch nicht abgeschlossen.
Erstmals echte Satelliten an Bord
Frühere Testflüge trugen nur Massesimulatoren der Starlink-V3-Satelliten. Diesmal ist es anders: Flight 13 soll 20 voll funktionsfähige Starlink-V3-Satelliten ins All bringen.
Die Satelliten sollen nach dem Ausklappen ihrer Solarpaneele und Antennen kurz Kontakt zu einer Bodenstation in Südafrika sowie zu anderen Starlink-Satelliten aufnehmen. Diese Demonstration bleibt allerdings kurz. Da die Satelliten auf derselben suborbitalen Flugbahn wie Starship unterwegs sind, treten sie nach wenigen Minuten im All bereits wieder in die Atmosphäre ein.
Ingenieure nutzen den Flug zusätzlich für einen Hitzeschild-Test. Einem Bericht von Start-Tracking-Diensten zufolge ließen sie mehrere Kacheln am Raumschiff bewusst frei, um fehlende Hitzeschutzkacheln zu simulieren. Diese Stellen dienen während des Wiedereintritts als Bildreferenz.
Was die Bewertung so schwierig macht
Unter Analysten gehen die Meinungen zur SpaceX-Bewertung deutlich auseinander. Der Grund: Anders als bei etablierten Konzernen lässt sich der Wert kaum aus aktuellen Gewinnen ableiten. Große Teile des Geschäfts, etwa die Starlink-Satelliteninfrastruktur, stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Analysten müssen deshalb auf langfristige Annahmen zurückgreifen statt auf belastbare Kennzahlen.
Ein erfolgreicher Flight 13 würde deshalb mehr bedeuten als nur einen technischen Erfolg. Er wäre der Beweis, dass sowohl die korrigierte Stufentrennung als auch der erste funktionsfähige Starlink-Einsatz aus Starship heraus funktionieren. Für ein Unternehmen, dessen Bewertung zunehmend von der Umsetzung seiner Weltraum-Infrastrukturpläne abhängt statt von der aktuellen Finanzlage, wäre das ein konkreter Fortschritt.
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