SpaceX Aktie: 25 Tage Schweigen enden
Nach Ablauf der Sperrfrist veröffentlichen die Konsortialbanken ihre ersten Studien zur SpaceX-Aktie. Der Markt erwartet neue Impulse.

- Sperrfrist für Bankanalysten endet
- Durchschnittliches Kursziel bei 229 Dollar
- Leerverkäufer reduzieren Positionen
- Amazon startet Satelliten-Konkurrenz
Die verordnete Stille nach dem Mega-Börsengang endet genau heute. 25 Tage lang durften die begleitenden Banken keine Einschätzungen zur SpaceX-Aktie abgeben. Nun fallen die Fesseln für Analysten von Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup.
Einige unabhängige Experten haben bereits vorgelegt. Derzeit decken 13 Analysten den Konzern ab. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 229 US-Dollar. Das entspricht einem Kurspotenzial von 45 Prozent.
Den extremsten Optimismus zeigt Andrew Beale von Arete Research. Er ruft ein Kursziel von 401 US-Dollar auf. Wenn nun das Konsortium des 85,7 Milliarden Dollar schweren Börsengangs eigene Studien veröffentlicht, erhält der Markt eine Flut neuer Daten.
Leerverkäufer auf dem Rückzug
Pessimisten bringen sich bereits in Sicherheit. Das zeigt der Blick auf entsprechende Fonds. Das Volumen des Leverage Shares 2X Short SpaceX Daily ETF schrumpfte massiv. Es fiel von einem Hoch bei über 166 Millionen auf rund 93 Millionen US-Dollar.
Ein ähnlicher Fonds von GraniteShares verlor ebenfalls deutlich an Kapital. Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent über ihrem Ausgabepreis. Die Folge: Leerverkäufer müssen handeln.
Konkurrenz im All
Im Hintergrund baut sich derweil neuer Wettbewerb auf. Amazon hat kürzlich 29 Satelliten für sein Netzwerk Amazon Leo ins All geschickt. Das Unternehmen will noch in diesem Jahr einen ersten kommerziellen Internetdienst anbieten.
Bis zur vollen Ausbaustufe dauert es noch. Mitte 2029 soll die erste Generation mit rund 3.200 Satelliten stehen. SpaceX spielt aktuell in einer ganz anderen Liga. Starlink hat bereits über 10.000 Satelliten im Orbit.
Dazu versorgt der Dienst zwölf Millionen aktive Nutzer. Dennoch spüren Investoren den steigenden Konkurrenzdruck.
Entscheidende Wochen
Das Timing der neuen Studien fällt in eine heiße Phase. Anfang August stehen der erste Quartalsbericht und eine wichtige Frist an. Dann dürfen frühe Investoren erste Aktienpakete verkaufen. Elon Musk und andere Insider müssen ihre Papiere 366 Tage lang halten.
Die frischen Analystenkommentare liefern nun den Maßstab für diese Ereignisse. Sie bewerten, wie realistisch Musks wichtigstes Ziel wirklich ist. Er plant für das Jahr 2030 einen Jahresumsatz von einer Billion US-Dollar.
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