SpaceX Aktie: 31 Prozent Minus in 30 Tagen

SpaceX stellt leichteres Starlink V5 vor, während ein fehlgeschlagener Starship-Start den Aktienkurs auf Jahrestief drückt.

Die Kernpunkte:
  • Neues Starlink V5 vorgestellt
  • Starship-Start in letzter Sekunde abgebrochen
  • Aktie fällt auf Jahrestief
  • NASA-Auftrag für Laserkommunikation

SpaceX bringt ein neues Starlink-Hardware-Kit auf den Markt. Zeitgleich bricht die Aktie ein, und ein Starship-Start scheitert Sekunden vor dem Abheben. Zwei sehr unterschiedliche Nachrichten, ein Unternehmen unter Druck.

Am 15. Juli 2026 stellt SpaceX das Starlink V5 vor, das neue Empfangsgerät für Privatkunden. Das Gerät wiegt nur noch 1,1 Kilogramm. Das ist weniger als die Hälfte des Vorgängermodells V4. Mit Maßen von 384 mal 306 mal 34 Millimetern lässt sich die Antenne deutlich flexibler installieren.

Der Stromverbrauch sinkt auf 35 bis 50 Watt. Damit eignet sich das V5 auch für Solar- oder Insellösungen ohne Stromnetz. SpaceX verspricht trotz der kompakteren Bauweise Spitzengeschwindigkeiten von über 375 Mbit/s. Ein neuer Wi-Fi-6-Router namens Mini soll Flächen bis 2.200 Quadratfuß abdecken und zahlreiche Geräte gleichzeitig verbinden.

Starship-Start bricht Sekunden vor dem Abheben ab

Der 13. Testflug der Starship-Rakete sollte am Donnerstag stattfinden. Das System stoppte den Countdown automatisch, nur Sekunden vor dem geplanten Abheben. Firmenchef Elon Musk erklärte, mehrere Triebwerke hätten nicht gezündet.

Zwei Triebwerke müssen jetzt ausgetauscht werden. SpaceX plant einen neuen Startversuch in den kommenden Tagen. Der Rückschlag wiegt schwer: Die Mission sollte die ersten Starlink-V3-Satelliten ins All bringen, die das Netzwerk deutlich leistungsfähiger machen sollen.

Aktie nahe am Jahrestief

Die Kursentwicklung spiegelt die angespannte Lage wider. Die SpaceX-Aktie schloss am Donnerstag bei 114,64 Euro, ein Minus von 9,87 Prozent innerhalb einer Woche. Über 30 Tage summiert sich der Rückgang auf 31,05 Prozent.

Damit notiert das Papier nur noch 0,30 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 114,30 Euro, erreicht erst am Vortag. Vom Hoch bei 194,46 Euro aus Mitte Juni trennen die Aktie mittlerweile 41,05 Prozent. Ein RSI von 37,6 signalisiert, dass der Ausverkauf bereits ausgeprägt ist, ohne technisch überverkauft zu sein.

Die Kombination aus Produktankündigung und Raketenpanne zeigt die Doppelnatur des Konzerns. Auf der einen Seite steht das margenstarke, wachsende Breitbandgeschäft mit Starlink. Auf der anderen Seite die teure, risikoreiche Raketenentwicklung, die kurzfristig für Rückschläge sorgt.

Weitere Standbeine: NASA-Auftrag und Sektor-Boom

SpaceX baut sein Portfolio jenseits von Starlink und Starship weiter aus. Die NASA hat den Konzern ausgewählt, Laserkommunikation für die Artemis-III-Mission bereitzustellen. Dafür installiert SpaceX Mini-Laserterminals am Orion-Raumschiff, die hochauflösende 4K-Bilder und Videos zur Erde senden sollen.

Der breitere Raumfahrtsektor verzeichnet derzeit ein außergewöhnlich hohes Investitionsniveau. Der Börsengang von SpaceX im Frühsommer hat das Interesse von Investoren an der Branche zusätzlich befeuert.

Der nächste Starship-Startversuch dürfte in den kommenden Tagen zeigen, ob die Triebwerksprobleme behoben sind. Gelingt der Start, könnten die ersten operativen Starlink-V3-Satelliten die Kapazität des Netzwerks spürbar erweitern.

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