SpaceX Aktie: 32 Prozent Minus in 30 Tagen

SpaceX-Papiere fallen auf 93,81 Euro und nähern sich dem Jahrestief. Auslaufende Lock-up-Frist am 6. August belastet die Stimmung, während das operative Geschäft Rekorde feiert.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Lock-up-Frist endet am 6. August
  • Falcon-9-Booster fliegt zum 26. Mal
  • Starship-Testflug erfolgreich abgeschlossen

SpaceX rast an der Börse in die falsche Richtung, während das Unternehmen im Orbit einen Rekord nach dem anderen aufstellt. Die Aktie fiel am Freitag auf 93,81 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Tief. Innerhalb von nur 30 Tagen hat das Papier über 32 Prozent seines Wertes verloren.

Der Kurs notiert nun weniger als einen halben Prozentpunkt über seinem bisherigen Jahrestief von 93,41 Euro. Der Relative-Stärke-Index steht bei 30,9 und signalisiert eine Aktie, die sich der überverkauften Zone nähert. Verglichen mit dem Rekordhoch von 194,46 Euro im Juni bedeutet das einen Kursverlust von mehr als der Hälfte.

Lock-up-Frist als möglicher Auslöser

Analysten sehen einen konkreten Termin als Belastungsfaktor: Am 6. August 2026 läuft eine Lock-up-Frist aus. Danach dürfen mehr Insider ihre Anteile verkaufen. Solche Fristen lösen an den Märkten häufig vorgezogene Verkäufe aus, weil Investoren mit zusätzlichem Angebotsdruck rechnen.

Das operative Geschäft von SpaceX zeigt derweil keine Schwäche. Im Gegenteil: Das Unternehmen fährt einen dichten Flugplan und treibt technische Meilensteine voran.

Booster fliegt zum 26. Mal

Von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien startet in der Nacht zum Samstag eine weitere Falcon-9-Rakete. Das Startfenster liegt zwischen 19 und 23 Uhr Pazifik-Zeit. An Bord: 24 Satelliten der nächsten Starlink-Generation für die Konstellation Group 17-52.

Die eigentliche Sensation ist die Hardware. Booster B1081 absolviert mit diesem Start seinen 26. Flug — ein interner Bestwert für SpaceX bei der Wiederverwendung von Raketenstufen. Nach der Stufentrennung soll der Booster erneut auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ im Pazifik landen.

Der Flug reiht sich ein in eine Serie technischer Fortschritte. Erst am 24. Juli hatte die Starship-Megarakete ihren 13. Testflug absolviert. Die Oberstufe Ship 40 erreichte dabei alle Hauptziele, darunter die erste Aussetzung von Starlink-V3-Satelliten und eine erfolgreiche weiche Landung im Indischen Ozean. Die Super-Heavy-Boosterstufe kam zwar hart auf im Golf von Amerika, das Gesamtergebnis werteten Beobachter dennoch als Erfolg.

Alte Raketenstufe steuert auf den Mond zu

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein Stück ausgemusterte SpaceX-Hardware. Eine ausrangierte Oberstufe aus einer über ein Jahr zurückliegenden Mission befindet sich derzeit auf Kollisionskurs mit dem Mond. Mit rund 5.400 Meilen pro Stunde rast das Bauteil auf den Einstein-Krater am sonnenbeschienenen Westrand des Mondes zu.

Wissenschaftler bereiten sich darauf vor, den Einschlag zu beobachten. Die Wucht des Aufpralls dürfte Material mehrere Kilometer weit ins All schleudern. Der Zusammenstoß war nicht geplant, Forscher sehen darin aber eine seltene Chance, die Zusammensetzung der Mondoberfläche und tieferer Schichten zu untersuchen.

Die kommenden Tage dürften für SpaceX-Investoren richtungsweisend werden. Mit dem Auslaufen der Lock-up-Frist am 6. August rückt der nächste potenzielle Belastungstest für die Aktie näher.

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