SpaceX Aktie: 4,2 Prozent Minus trotz Flight-13-Go
Die Aktie des Raumfahrtkonzerns fällt auf 139 Dollar, während die FAA den nächsten Testflug freigibt. Der Kurs nähert sich dem IPO-Preis.

- FAA schließt Untersuchung zu Starship ab
- Aktie fällt um 4,2 Prozent am Montag
- Flight 13 startet am Donnerstag
- Lock-up-Ablauf belastet Kursentwicklung
Die FAA gibt den nächsten Starship-Flug frei. Die SpaceX-Aktie interessiert das am Montag herzlich wenig. Der Kurs rutscht weiter Richtung IPO-Preis — ausgerechnet an dem Tag, an dem die Regulierungsbehörde einen entscheidenden Störfall abschließt.
FAA schließt Untersuchung ab
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat am Montag ihre Untersuchung zum Zwischenfall bei Starship-Flug 12 offiziell beendet. Auslöser war ein gescheiterter Rückflug des Boosters beim Testflug am 22. Mai. Mit dem Abschluss der Prüfung fällt die wichtigste regulatorische Hürde für den nächsten Testflug weg.
SpaceX hat vier Korrekturmaßnahmen umgesetzt, um die Antriebsprobleme des Boosters zu beheben. Die FAA hat diese akzeptiert. Damit kann der nächste integrierte Testflug, „Flight 13“, wie geplant am Donnerstag starten. Das 90-minütige Startfenster öffnet um 17:45 Uhr texanischer Zeit auf der Starbase in Texas.
Aktie nähert sich der IPO-Marke
Die gute Nachricht von der FAA konnte den Kurs nicht stützen. SpaceX schloss am Montag bei 139,14 Dollar — ein Tagesverlust von 4,2 Prozent. Im Tagestief fiel die Aktie auf 136,78 Dollar. Das liegt nur noch 1,3 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar vom 12. Juni.
Seit dem Nach-Börsengang-Hoch von 225,64 Dollar Mitte Juni hat das Unternehmen rund 1,1 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Mit aktuell etwa 1,83 Billionen Dollar Bewertung ist SpaceX auf Rang sieben der wertvollsten US-Unternehmen zurückgefallen. Broadcom hat den Raumfahrtkonzern überholt.
Flight 13 soll neue Technik beweisen
Donnerstag markiert mehrere Premieren für die Version-3-Konfiguration des Starships. Anders als bei früheren Tests mit Dummy-Nutzlast soll die Mission diesmal 20 funktionsfähige Starlink-V3-Satelliten der nächsten Generation ins All bringen. Diese Satelliten sollen die Kapazität des Breitbandnetzwerks deutlich steigern.
Weitere Testziele der Mission:
- Kontrollierte Landung des Super-Heavy-Boosters im Golf von Mexiko
- Erster Zündversuch eines einzelnen Raptor-Triebwerks im Weltraum
- Test verbesserter Hitzeschutzkacheln, überwacht durch Kameras an mehreren Satelliten während des Wiedereintritts
Lock-up-Ablauf sorgt für Nervosität
Der Kursrückgang der vergangenen Wochen fällt mit wachsender Sorge um ablaufende Haltefristen zusammen. Marktbeobachter verweisen auf eine Aktiensperre, die Ende Juli oder Anfang August endet. Dabei könnten bis zu 20 Prozent aller Aktien zusätzlich handelbar werden.
Am selben Montagabend startete zudem eine Falcon-9-Rakete von Vandenberg aus — ein Beleg für das hohe operative Tempo des Unternehmens. Die Anleger wägen dieses Tempo gegen die hohe Bewertung ab. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 auf 18,7 Milliarden Dollar.
Am Donnerstag zeigt sich, ob ein erfolgreicher Flight 13 den Kurs vom IPO-Niveau wegbringen kann. Bis dahin bleibt die Marke von 135 Dollar die Linie, an der sich die Aktie misst.
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