SpaceX Aktie: 4,3 Milliarden Dollar Kaufdruck am 7. Juli

Die Aufnahme in den Nasdaq-100 zwingt Indexfonds zu SpaceX-Aktienkäufen von 4,3 Milliarden Dollar. Analysten erwarten Kurssprünge.

Die Kernpunkte:
  • Indexaufnahme zwingt Fonds zu Milliardenkäufen
  • Geringer Streubesitz heizt Kursrallye an
  • Starlink-Partnerschaft treibt Aktie bereits
  • Hohe Bewertung trotz massiver Investitionen

SpaceX steht kurz vor einem massiven Mittelzufluss. Am 7. Juli rückt der Raumfahrtkonzern in den Nasdaq-100 auf. Dies geschieht nur wenige Wochen nach dem historischen Börsengang. Die Indexaufnahme zwingt passive Fonds nun zu riesigen Aktienkäufen.

Geringer Streubesitz treibt den Kurs

Analysten von J.P. Morgan erwarten einen enormen Kaufdruck. Indexfonds müssen SpaceX-Aktien im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar erwerben. Die großen ETF-Anbieter kaufen voraussichtlich am Abend des 6. Juli.

Das Problem für Käufer: Der frei handelbare Anteil der Aktien ist extrem klein. Er liegt bei lediglich vier bis sechs Prozent. Die Folge: Die hohe Nachfrage trifft auf ein winziges Angebot. Das dürfte den Aktienkurs stark nach oben treiben.

Netz-Deal sorgt für Erholung

Bereits Ende Juni sprang der Kurs um gut sieben Prozent auf 164,19 US-Dollar. Damit beendete das Papier eine kurze Schwächephase. Zuvor war die Aktie vom Rekordhoch deutlich abgerutscht.

Auslöser für die jüngste Erholung ist eine neue Partnerschaft. SpaceX leitet künftig mobilen Starlink-Datenverkehr durch das terrestrische Netz von Charter Communications. Die Analysten von TradingKey sehen nun kurzfristige Kursziele bei 187,60 und 207,59 US-Dollar.

Milliarden-Wette auf Künstliche Intelligenz

Trotz der Euphorie warnen Experten vor der hohen Bewertung. SpaceX bringt aktuell 2,1 Billionen US-Dollar auf die Waage. Das entspricht mehr als dem Hundertfachen des für 2025 erwarteten Umsatzes. Morningstar taxiert den fairen Wert auf lediglich 780 Milliarden US-Dollar.

Der Konzern investiert massiv in sein Wachstum. Im Jahr 2025 verbuchte SpaceX einen Nettoverlust von knapp fünf Milliarden US-Dollar. Der Grund war ein riesiges Investitionsprogramm. Allein in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz flossen 12,7 Milliarden US-Dollar.

Immerhin liefert das Satellitengeschäft bereits Gewinne. Die Sparte Starlink meldete für das erste Quartal 2026 einen operativen Gewinn von 1,19 Milliarden US-Dollar. Auf Konzernebene erwarten Analysten allerdings erst ab 2028 konstante schwarze Zahlen.

Ein wichtiges Datum rückt derweil näher. Am 6. August 2026 endet die Haltefrist für rund 20 Prozent der Insider-Aktien. An diesem Tag veröffentlicht SpaceX auch die Ergebnisse für das zweite Quartal. Fließen diese Papiere in den freien Handel, könnte das den Kurs massiv unter Druck setzen.

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