SpaceX Aktie: 4,3 Milliarden Dollar Zwangskäufe am 7. Juli

SpaceX steigt in den Nasdaq-100 auf, was automatische Käufe von Fonds in Milliardenhöhe auslöst. Der Kurs profitiert von dieser Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Aufnahme in den Nasdaq-100 am Dienstag
  • Bis zu 4,3 Milliarden Dollar Zwangskäufe
  • Starship absolviert erfolgreichen Triebwerkstest
  • Analysten starten mit gemischten Bewertungen

Am kommenden Dienstag steigt SpaceX offiziell in den Nasdaq-100 auf. Für die Aktie bedeutet das mehr als nur Prestige: ETFs und Fonds müssen dann automatisch kaufen, unabhängig von der aktuellen Bewertung. Schätzungen zufolge könnten dadurch bis zu 4,3 Milliarden Dollar in die Aktie fließen.

Der Index-Effekt trifft auf einen ohnehin schon heißen Titel

Nach dem Handelsschluss am Montag, den 6. Juli, nimmt die Nasdaq-100 die Space Exploration Technologies Corp. in ihre Reihen auf. Wirksam wird die Aufnahme am 7. Juli 2026. Es ist einer der schnellsten Indexbeitritte in der Geschichte der Börse, möglich gemacht durch jüngste Regeländerungen.

Fonds, die den Nasdaq-100 nachbilden, müssen SpaceX künftig mit einem Gewicht von knapp einem Prozent im Portfolio halten. Diese Zwangskäufe laufen unabhängig davon, ob Fondsmanager die aktuelle Bewertung für gerechtfertigt halten. Genau das macht den 7. Juli für den Kurs so bedeutsam.

Starship-Test öffnet den Weg für Flug 13

Während die Finanzwelt auf den Indexstichtag blickt, meldet SpaceX technischen Fortschritt. Am 2. Juli absolvierte die Oberstufe für die nächste Mission, intern als Ship 40 geführt, am Standort Starbase in Texas einen vollständigen Static-Fire-Test.

Alle sechs Raptor-Triebwerke liefen dabei eine volle Minute lang – drei für den Betrieb auf Meereshöhe, drei für den Vakuumeinsatz optimiert. Der Test räumt den letzten Hindernis für den 13. Testflug des vollständig gestapelten Starship-Systems aus dem Weg. Die Mission soll noch in diesem Monat starten und dabei an Flug 12 anknüpfen: Im Fokus stehen das Neuzünden der Raptor-Triebwerke im All und ein verfeinertes Landemanöver für den Super-Heavy-Booster im Wasser.

Konsolidierung nach dem Mega-Börsengang

Die Aktie schloss die vergangene Handelswoche am Freitag bei 157,98 Dollar. Nach der extremen Volatilität des Debütmonats folgten mehrere ruhigere Handelstage – eine Konsolidierungsphase nach dem 75-Milliarden-Dollar-IPO im Juni.

Mehrere Entwicklungen prägten die Woche:

  • Analysten-Coverage: Daiwa startete die Bewertung mit „Neutral“ und einem Kursziel von 175 Dollar. Wedbush setzte dagegen auf „Outperform“ mit einem Ziel von 190 Dollar.
  • Politische Kontrolle: Offengelegte Finanzdaten zeigten am 3. Juli, dass Mitglieder des US-Kongresses kurz nach dem Börsengang SPCX-Aktien kauften. Das befeuert Debatten um den STOCK Act und mögliche Interessenkonflikte angesichts der umfangreichen Regierungsaufträge des Unternehmens.
  • Startkadenz: Am 1. Juli brachte SpaceX von der Vandenberg Space Force Base aus 24 weitere Starlink-Satelliten ins All – die 79. Falcon-9-Mission des Jahres 2026.

Der 7. Juli als Wendepunkt

Die kommende Woche dürfte die bewegteste seit dem Börsendebüt Mitte Juni werden. Neben der Indexaufnahme endet am 7. Juli auch die vorgeschriebene Quiet Period für die Investmentbanken, die den Börsengang begleitet haben. Das öffnet die Tür für eine Welle neuer Analystenberichte und Kursziele von großen Wall-Street-Häusern.

Investoren beobachten zudem die Aussicht auf mehr handelbare Aktien. Die Haupt-Lock-up-Frist für viele Insider bleibt zwar bestehen. Ein gestaffeltes Modell erlaubt aber einigen frühen Investoren und Mitarbeitern bereits jetzt schrittweise Verkäufe, während sich das Unternehmen dem Quartalsbericht im August nähert. Kurzfristig bleibt die durch die Indexaufnahme erzwungene Kaufwelle der bestimmende Faktor für den Kurs.

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