SpaceX Aktie: 60-Milliarden-Übernahme von Cursor

SpaceX schafft schnellsten Index-Einzug der Geschichte und übernimmt KI-Firma Cursor für 60 Milliarden Dollar. Analysten sehen Risiken.

Die Kernpunkte:
  • Rasantester Aufstieg in den Nasdaq-100
  • Übernahme von KI-Startup Cursor
  • Massive Index-Zuflüsse erwartet
  • Hohe Verluste trotz Milliardenbewertung

Elon Musk drückt bei SpaceX aufs Tempo. Nur 15 Handelstage nach dem Börsengang zieht das Raumfahrtunternehmen in den Nasdaq-100 ein. Ein absoluter Rekord. Parallel dazu schluckt der Konzern das KI-Startup Cursor für eine gigantische Summe. Anleger reagieren euphorisch.

Die Aktie kletterte am Montag um gut sieben Prozent auf 164,19 US-Dollar. Der Haupttreiber ist die anstehende Indexaufnahme am 7. Juli. Neue Fast-Track-Regeln machen diesen extrem schnellen Aufstieg möglich.

Analysten von J.P. Morgan erwarten dadurch massive passive Zuflüsse. Sie schätzen das Volumen auf rund 4,3 Milliarden US-Dollar. Indexfonds müssen die Papiere bald kaufen. Das Gewicht von SpaceX bleibt aber vorerst unter einem Prozent.

Milliarden-Wette auf Künstliche Intelligenz

Neben dem Index-Aufstieg treibt ein gigantischer Zukauf den Kurs. SpaceX übernimmt die KI-Plattform Cursor. Der Deal hat ein Volumen von 60 Milliarden US-Dollar. SpaceX bezahlt die Summe komplett mit eigenen Aktien.

Das Management plant den Abschluss für das dritte Quartal. Cursor wächst aktuell rasant. Der jährlich wiederkehrende Umsatz kletterte massiv. Zwischen November und April stieg er von einer auf vier Milliarden US-Dollar.

SpaceX will diese Technologie tief in die eigenen Systeme integrieren. Berichten zufolge trainiert das Unternehmen bereits ein neues KI-Modell namens Composer. Dafür nutzt SpaceX die eigene Infrastruktur.

Extreme Bewertung trifft auf Verluste

Die Marktkapitalisierung schwankte am Montag extrem. Zeitweise war SpaceX fast drei Billionen US-Dollar wert. Zum Handelsschluss pendelte sich der Wert bei 2,16 Billionen US-Dollar ein. Das ist ein gewaltiger Aufschlag gegenüber klassischen Tech-Konzernen.

Fundamental steht diese Bewertung auf wackeligen Beinen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete SpaceX einen Umsatz von knapp 19 Milliarden US-Dollar. Die Satellitensparte Starlink lieferte dabei den Großteil der Einnahmen. Unter dem Strich stand jedoch ein Verlust von fast fünf Milliarden US-Dollar.

Kein Wunder. Kritiker warnen vor einer Überbewertung. Morningstar schätzt den fairen Wert des Unternehmens auf lediglich 780 Milliarden US-Dollar. Ökonomen befürchten nun Risiken für passive Investoren.

Sperrfristen als Kursrisiko

Kurzfristig stützt die Indexaufnahme die Nachfrage. Danach rücken jedoch ablaufende Haltefristen in den Fokus. Frühe Investoren und Insider dürfen ihre Papiere bald schrittweise verkaufen. Die erste Frist endet 70 Tage nach dem Börsengang.

Für Elon Musk gelten strengere Regeln. Er darf seine Anteile erst nach einem Jahr veräußern. Musk kontrolliert über 82 Prozent der Stimmrechte.

Analysten sind derweil völlig gespalten. Die extremen Kursziele spiegeln die Unsicherheit wider. Pessimisten sehen den fairen Wert bei 62 US-Dollar. Optimisten trauen der Aktie bis zu 401 US-Dollar zu.

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