SpaceX Aktie: 688 Dollar vorbörslich, 400% über Ausgabepreis
Spacex plant den größten Börsengang der Geschichte. Trotz massiver Verluste treiben KI-Verträge und vorbörsliche Nachfrage die Bewertung auf Rekordhöhe.

- Größter Börsengang aller Zeiten geplant
- Analysten sehen fairen Wert weit niedriger
- KI-Verträge treiben Bewertung in die Höhe
- Passivfonds drohen Kaufzwang nach Indexaufnahme
SpaceX plant den größten Börsengang der Geschichte. Am 12. Juni 2026 soll das Unternehmen an der Nasdaq debütieren — zu einem Preis, der selbst erfahrene Analysten spaltet.
Der Ausgabepreis liegt bei 135 Dollar je Aktie. Damit strebt SpaceX eine Bewertung von rund 1,75 Billionen Dollar an und will etwa 75 Milliarden Dollar einsammeln. Kein Unternehmen hat je mehr Kapital in einem einzigen Börsengang aufgenommen.
Analysten zweifeln an der Bewertung
Morningstar setzt den fairen Wert auf 780 Milliarden Dollar — weniger als die Hälfte des angestrebten Börsenwerts. Analyst Nicolas Owens schätzt das Kerngeschäft aus Raketenstart und Starlink auf rund 40 Dollar je Aktie. Die KI-Komponente kommt bei ihm auf 16,50 Dollar.
Bewertungsexperte Aswath Damodaran kommt auf 1,3 Billionen Dollar und stützt sich dabei auf aktuelle Prospektunterlagen. Er erwartet nach dem Listing zunächst eine Kursrally — warnt aber vor längerfristigen Korrekturen, wie sie bei früheren Technologie-Börsengängen zu beobachten waren.
Vorbörsliche Kontrakte auf 688 Dollar
Die Stimmung im Markt ist trotzdem eindeutig. Vorbörsliche Kontrakte wurden am 8. Juni mit bis zu 688 Dollar gehandelt. Das entspricht einem Aufschlag von rund 400 Prozent gegenüber dem offiziellen Ausgabepreis.
SpaceX reserviert 30 Prozent des Angebots für Privatanleger — ungewöhnlich viel für einen Börsengang dieser Größenordnung. Fidelity und andere Broker haben die Mindestanlagesumme auf 2.000 Dollar gesenkt, um die Nachfrage zu bedienen.
KI-Verträge übersteigen das bisherige Gesamtgeschäft
Ein wesentlicher Teil der Bewertung hängt am KI-Infrastrukturgeschäft. Laut SEC-Unterlagen hat SpaceX einen Cloud-Vertrag mit Google über 920 Millionen Dollar pro Monat abgeschlossen, gültig von Oktober 2026 bis Juni 2029. Ein weiterer Vertrag mit Anthropic bringt monatlich 1,25 Milliarden Dollar. Zusammen ergibt das einen prognostizierten Jahresumsatz von rund 26 Milliarden Dollar aus KI-Diensten allein.
Zum Vergleich: Der gesamte Umsatz des Unternehmens lag 2025 bei 18,67 Milliarden Dollar. Profitabel ist SpaceX trotzdem nicht. 2025 stand ein Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar in den Büchern. Im ersten Quartal 2026 kamen weitere 4,3 Milliarden Dollar Verlust hinzu — getrieben von Investitionen in die xAI-Sparte und den Aufbau orbitaler Rechenzentren.
Passivfonds unter Kaufzwang
Nach dem Listing droht ein weiterer Preistreiber. Nasdaq hat seine „Fast Entry“-Regeln geändert. Neue Unternehmen können bereits 15 Handelstage nach dem IPO in den Index aufgenommen werden. Passive Fonds müssten dann zwischen 22 und 60 Milliarden Dollar in SpaceX-Aktien investieren — unabhängig vom Kurs.
Wer einsteigt, akzeptiert dabei eine ungewöhnliche Machtstruktur. Elon Musk hält rund 85,1 Prozent der Stimmrechte und behält damit die vollständige Kontrolle über alle strategischen Entscheidungen. Obendrein gelten für Mitarbeiter und bestimmte Insider verkürzte Lock-up-Fristen — sie können Anteile also früher verkaufen als bei vergleichbaren Börsengängen üblich.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 9. Juni liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




