SpaceX Aktie: 75 Milliarden beim Nasdaq-Start am 12. Juni
SpaceX startet den größten Börsengang der Geschichte an der Nasdaq. Trotz Milliardenverlusten treibt das profitable Starlink-Geschäft die hohe Bewertung.

- Größter Börsengang aller Zeiten
- Start am 12. Juni an der Nasdaq
- Starlink als profitabler Wachstumstreiber
- Analysten bewerten IPO sehr unterschiedlich
SpaceX wagt den Schritt an die Börse – mit dem größten IPO der Geschichte. Der Handel startet am 12. Juni an der Nasdaq unter dem Kürzel „SPCX“. Insgesamt will der Raumfahrtkonzern 75 Milliarden Dollar einsammeln. Das Interesse ist gewaltig: Der IPO gilt bereits als überzeichnet.
Die Konditionen
Der Ausgabepreis liegt bei 135 US-Dollar je Aktie. Damit strebt SpaceX eine Marktbewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar an. 555,6 Millionen Aktien kommen auf den Markt. Die Roadshow startete Anfang Juni, 23 Banken begleiten die Platzierung, darunter Goldman Sachs und Morgan Stanley. Elon Musk, Gründer und Chef, behält nach dem Börsengang 82,4 Prozent der Stimmrechte.
Massive Verluste, starkes Starlink-Geschäft
Im S-1-Filing positioniert sich SpaceX als „AI Services and Infrastructure Company“. 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar – ein Plus von 33 Prozent zum Vorjahr. Die Kehrseite: Der Nettoverlust lag bei 4,94 Milliarden Dollar.
Das Starlink-Geschäft bleibt der Star. Es trug 11,4 Milliarden Dollar zum Umsatz bei und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar.
Analysten uneins, Schuldenlast hoch
Die Wall Street zeigt sich gespalten. Goldman Sachs und Morgan Stanley sehen vor allem den Vorstoß in die KI-Infrastruktur als Treiber und prognostizieren deutliches Wachstum bis 2030. Morningstar hingegen veranschlagt den fairen Wert auf nur 780 Milliarden Dollar – weniger als die Hälfte der angestrebten Bewertung. Das Research-Haus hält die hohe Bewertung angesichts der bisherigen Profitabilität für kaum gerechtfertigt.
SpaceX hat Verbindlichkeiten von 29,1 Milliarden Dollar. Ein Teil davon ist eine Brückenfinanzierung, die sechs Monate nach dem IPO fällig wird.
S&P 500 vorerst nicht
Der Börsengang öffnet nicht alle Türen sofort. S&P Global lehnte einen Schnellzugang zum S&P 500 ab. Die strengen Kriterien zu Gewinn und Streubesitz gelten weiter. Eine Aufnahme ist frühestens in zwölf Monaten möglich.
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