SpaceX Aktie: 911,5 Millionen Aktien werden handelbar

SpaceX-Aktie erholt sich leicht vom 52-Wochen-Tief, doch Verluste bleiben hoch. Entscheidende Woche mit Quartalszahlen und Ablauf der Haltefrist steht bevor.

Die Kernpunkte:
  • Kurs knapp über 52-Wochen-Tief
  • Erste Quartalszahlen am 4. August
  • Lockup-Ende für Altaktionäre am 6. August
  • Analysten uneins über fairen Wert

Die SpaceX-Aktie notiert an diesem Mittwoch bei 101,74 Euro und gibt damit 0,53 Prozent nach. Am Dienstag war das Papier noch mit 102,28 Euro aus dem Handel gegangen. Erst gestern markierte die Aktie mit 94,15 Euro ihr 52-Wochen-Tief – aktuell liegt der Kurs gut 8 Prozent darüber. Von Erholung kann dennoch kaum die Rede sein: Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von fast 30 Prozent zu Buche.

Der Kursverfall begann kurz nach dem fulminanten Börsengang im Juni. In New York war die Aktie am 16. Juni bis auf 225,64 Dollar geklettert, bevor sie in den folgenden Wochen einbrach. Am Montag markierte sie mit 113,50 Dollar einen neuen Schlusstiefststand, im Tagesverlauf ging es zeitweise unter 109 Dollar. Damit hat SpaceX binnen weniger Wochen mehr als eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung verloren – von rund 2,9 Billionen Dollar auf zuletzt etwa 1,5 bis 1,8 Billionen Dollar, je nach Handelstag. Zum Vergleich: Der IPO-Preis lag bei 135 Dollar, der erste Handelstag schloss bei knapp 161 Dollar.

Quartalszahlen am 4. August im Fokus

Am Dienstag kommender Woche, dem 4. August, legt SpaceX nach Börsenschluss seine ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen vor. Analysten erwarten einen Umsatz von 6,9 Milliarden Dollar sowie einen Verlust von 0,28 Dollar je Aktie – nach einem deutlich höheren Fehlbetrag von 1,27 Dollar im ersten Quartal. Für das Gesamtjahr 2025 hatte SpaceX einen Umsatz von 19,3 Milliarden Dollar ausgewiesen, davon entfielen 61 Prozent auf das Satelliteninternet-Geschäft Starlink mit 10,3 Millionen Abonnenten, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Operativ stand 2025 dennoch ein Verlust von 2,6 Milliarden Dollar zu Buche, getrieben auch von Entwicklungskosten für das Starship-Programm in Höhe von 3 Milliarden Dollar.

Parallel zu den Zahlen liefert auch das Raumfahrtprogramm neue Datenpunkte. Beim jüngsten Starship-Flug wasserte die Oberstufe erstmals intakt im Indischen Ozean und setzte 20 Starlink-V3-Satelliten aus, zudem gelang eine Triebwerkszündung im Orbit. Beim Super-Heavy-Booster fielen dagegen mehrere Landetriebwerke aus – der nächste Flug soll erstmals den Fangversuch der Oberstufe am Startturm testen.

Lockup-Ablauf verschärft den Druck

Nur zwei Tage nach den Zahlen, am 6. August, endet zudem die Haltefrist für Alt-Aktionäre. Bis zu 911,5 Millionen Aktien werden dann handelbar – nach aktuellen Kursen ein Gegenwert von rund 116 Milliarden Dollar. Weitere 455,8 Millionen Aktien könnten unter bestimmten Bedingungen folgen, während Gründer Elon Musk selbst bis Mitte 2027 gebunden bleibt. Der Optionsmarkt preist rund um die Zahlen einen Kurssprung von etwa 15 Prozent in beide Richtungen ein, die implizite Volatilität liegt bei 122.

Auf der Gegenseite haben Leerverkäufer seit dem Börsengang im Juni nach Berechnungen der Analysefirma S3 Partners bereits rund 7,3 Milliarden Dollar Gewinn realisiert, bei einem Short-Interest von über 26 Milliarden Dollar. Damit zählt SpaceX zu den profitabelsten Wetten gegen eine Aktie im laufenden Jahr. Gegen den Trend griff Cathie Woods ARK Invest zu: Am Montag kaufte der Fonds für rund 36,1 Millionen Dollar Aktien nach.

Analysten tief gespalten

Die Meinungen unter den Analysten könnten kaum weiter auseinanderliegen. Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas bewertet allein das Raumfahrt- und Satellitengeschäft mit 136 Dollar je Aktie und hält an einem Kursziel von 300 Dollar mit Übergewichten-Einstufung fest – das KI-Geschäft rund um Grok bekomme der Markt aktuell praktisch geschenkt dazu. Morningstar sieht das deutlich skeptischer und beziffert den fairen Wert der Aktie auf lediglich 63 Dollar. Der Analystenkonsens liegt Berichten zufolge im Bereich von rund 230 bis 267 Dollar, einzelne Kursziele reichen von 62 bis 800 Dollar – eine Bandbreite, die die Unsicherheit rund um die Bewertung des jungen Börsenneulings unterstreicht.

Auch NASA-Administrator Jared Isaacman bezeichnete SpaceX zuletzt als essenziell für eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond und unterstützte Pläne für orbitale Rechenzentren – wies zugleich aber auf eine Liquiditätsreserve von weniger als einem Jahr hin. Für Anleger dürfte damit klar sein: Die kommenden zwei Wochen mit Zahlen und Lockup-Ablauf werden zum entscheidenden Testfall für die Bewertung des Raumfahrtkonzerns.

Anzeige

SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 29. Juli liefert die Antwort:

Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu SpaceX