SpaceX Aktie: Allzeittief am 8. Juli

SpaceX-Aktie erreicht neues Tief unter dem Emissionspreis. ARK Invest stockt Anteile auf, während Analysten uneins über die Bewertung sind.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt auf Rekordtief
  • Cathie Wood kauft für Milliarden
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 800 Dollar
  • Hohe Verluste durch Milliardeninvestitionen

Der Raumfahrtgigant durchlebt eine bittere Handelswoche. Am 8. Juli rutschte das Papier auf ein neues Allzeittief. Damit schloss der Titel erstmals unter dem Ausgabepreis des Börsengangs. Während viele Anleger fliehen, bauen prominente Investoren ihre Positionen massiv aus.

Cathie Wood greift zu

Cathie Woods ARK Invest nutzt die Schwächephase konsequent. Die Fondsgesellschaft kaufte Anteile für rund 27 Milliarden US-Dollar. SpaceX steigt damit zur viertgrößten Anlage der Investmentfirma auf. Das Papier macht nun 4,5 Prozent des gesamten Fondsvermögens aus.

Zuvor verpuffte ein wichtiger Katalysator. Der Sprung in den Nasdaq-100 brachte zwar geschätzte 4,3 Milliarden US-Dollar an passiven Zuflüssen. Ein nachhaltiger Kursanstieg blieb jedoch aus. Analysten verweisen auf hohe Bewertungen und ablaufende Haltefristen als Belastungsfaktoren für die Aktie.

Analysten extrem gespalten

An der Wall Street klaffen die Meinungen weit auseinander. Raymond James ruft ein Kursziel von 800 US-Dollar aus. Die Bank erwartet einen gigantischen Markt für die Starship-Infrastruktur. Bis 2031 trauen die Experten dem Konzern eine Marktkapitalisierung von 10 Billionen US-Dollar zu.

Andere Häuser sind deutlich pessimistischer. MoffettNathanson taxiert den fairen Wert auf 131 US-Dollar. CFRA rät mit einem Ziel von 115 US-Dollar direkt zum Verkauf. Die Kritiker fokussieren sich vor allem auf den massiven Kapitalbedarf des Unternehmens.

Milliardengrab Infrastruktur

Die aktuellen Quartalszahlen untermauern diese Skepsis. SpaceX verbuchte Anfang 2026 einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz lag im gleichen Zeitraum bei lediglich 4,7 Milliarden US-Dollar.

Der Konzern investiert gewaltige Summen. Im ersten Quartal flossen 10,1 Milliarden US-Dollar in neue Anlagen. Davon entfielen allein 7,7 Milliarden US-Dollar auf KI-Infrastruktur und orbitale Rechenzentren.

Das operative Geschäft liefert derweil gemischte Signale:
* Abonnenten: Die Zahl der Starlink-Nutzer stieg im Jahresvergleich um 105 Prozent auf 10,3 Millionen.
* Umsatz pro Nutzer: Der durchschnittliche Monatsumsatz sank von 86 auf 66 US-Dollar.
* Produktion: Die Herstellungskosten für Starlink-Terminals fielen seit 2022 um 59 Prozent.

Konkurrenz erhöht den Druck

Konkurrent Blue Origin bläst parallel dazu zum Angriff. Das Unternehmen sucht aktuell 10 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital. Gründer Jeff Bezos steuert 2 Milliarden US-Dollar bei. Die anvisierte Firmenbewertung liegt bei 130 Milliarden US-Dollar.

Morgan Stanley skizziert einen enormen künftigen Finanzbedarf. SpaceX benötigt ab 2027 voraussichtlich 84 Milliarden US-Dollar pro Jahr für den Netzausbau. Mit diesem Kapital plant der Konzern den Start von bis zu 100.000 neuen Satelliten.

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