SpaceX Aktie: Alphabet hält 94 Milliarden Dollar
SpaceX überzeugt mit starkem Umsatzplus und gewinnt Alphabet als größten institutionellen Aktionär. Trotz Kursrücksetzern zeigen sich Anleger zuversichtlich.

- Alphabet größter institutioneller Aktionär
- Umsatz steigt um 92 Prozent
- Kurserholung nach Lock-up-Sorgen
- Rekordstart von Falcon-9-Raketen
SpaceX hat binnen weniger Wochen gleich zwei Nachrichten geliefert, die das Bild des jungen Börsenwerts schärfen: eine massive Aktionärsstruktur mit Alphabet an der Spitze und operative Bestwerte im Startgeschäft. Die Aktie notiert aktuell bei 122,60 Euro und liegt damit 2,3 Prozent über dem Niveau vor sieben Tagen.
Alphabet größter institutioneller Aktionär
Reuters berichtete, Alphabet habe offengelegt, dass sein SpaceX-Anteil Ende Juni rund 94 Milliarden Dollar wert gewesen sei. Damit ist der Google-Mutterkonzern nach dem Börsengang von SpaceX im Juni der größte institutionelle Einzelaktionär. Die Nachricht gilt als bedeutendes Signal für die Eigentümerstruktur des Unternehmens und das Vertrauen großer Investoren in das Geschäftsmodell.
Die Offenlegung fällt in eine Phase, in der SpaceX erstmals als börsennotiertes Unternehmen Quartalszahlen vorlegen musste. Für das zweite Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar nach 4,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, ein Plus von 92 Prozent, getragen von starkem Wachstum bei Starlink und den KI-Aktivitäten. Der Verlust je Aktie lag bei 9 Cent, beides fiel besser aus als von Analysten erwartet.
Auf dem Earnings Call verband Konzernchef Elon Musk laut Reuters die Zahlen mit den KI-Infrastrukturplänen des Unternehmens: SpaceX rechne im kommenden Jahr mit einem „signifikanten Anteil“ der begehrten Nvidia-Grafikchips. Parallel zu den Ergebnissen gab das Unternehmen laut Reuters eine Partnerschaft mit Nvidia im Bereich Rechenzentrums-Chips bekannt.
Kursrutsch und Lock-up sorgten kurzzeitig für Nervosität
Trotz der über den Erwartungen liegenden Zahlen geriet die Aktie nach der Vorlage unter Druck. Reuters berichtete, das Papier sei um bis zu 12,9 Prozent gefallen, weil Anleger Sorgen wegen der KI-Investitionen hatten.
Zusätzlich lastete auf dem Kurs, dass Inhaber von rund 20 Prozent der SpaceX-Vorbörsenaktien im Wert von etwa 100 Milliarden Dollar ab dem 7. August erstmals verkaufen durften – der erste von insgesamt 17 auslaufenden Lock-up-Fristen. Reuters wertete dies als potenzielle Belastung für den Kurs.
Dennoch griffen Privatanleger nach dem Rücksetzer zu: Laut Reuters kauften sie allein in der ersten Handelsstunde nach dem Kursrutsch am 5. August SpaceX-Aktien im Nettovolumen von 22,7 Millionen Dollar. Der aktuelle Kurs von 122,60 Euro liegt inzwischen 35 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, was die These stützt, dass die Verkaufswelle bislang keinen nachhaltigen Abwärtsdruck erzeugt hat.
Operatives Geschäft läuft auf Hochtouren
Während sich die Finanzmärkte mit der Aktionärsstruktur und den Lock-up-Folgen beschäftigten, lief das Kerngeschäft unvermindert weiter. SpaceX brachte am 10. August von Cape Canaveral 29 Starlink-V2-Mini-Optimized-Satelliten ins All und landete die Booster-Stufe erfolgreich. Zwei Tage später folgte ein weiterer Start von Vandenberg mit 24 Starlink-Satelliten, bei dem die Trägerrakete B1103 bereits ihren fünften Flug absolvierte.
Am vergangenen Sonntag stellte SpaceX zudem einen Rekord auf: Zwischen zwei Falcon-9-Starts von Cape Canaveral – einer Globalstar-Nachschubmission und einem Einsatz für die US Space Force – lagen nur 38,5 Minuten. Für die kommenden Wochen kündigte das Unternehmen zudem den nächsten Testflug von Starship an, tentativ für Ende August geplant, samt erstem Versuch, die Oberstufe an Land aufzufangen – vorbehaltlich behördlicher Genehmigung.
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