SpaceX Aktie: Alphabet offenbart 94-Milliarden-Position
SpaceX-Aktie steigt dank Offenlegung großer Beteiligungen. Alphabet und Nvidia dominieren die Aktionärsliste, während starke Q2-Zahlen die Rally stützen.

- Alphabet und Nvidia als Top-Aktionäre
- Umsatzplus von 92 Prozent im Q2
- Lock-up-Ablauf ohne Verkaufswelle
- Argus stuft SpaceX auf Buy hoch
Die Aktie von SpaceX hat am Montag rund 4,5 Prozent zugelegt und schloss bei 126,46 Euro. Auslöser waren Pflichtmitteilungen großer institutioneller Investoren, die binnen weniger Tage ein Gesamtbild von mehr als 200 Milliarden Dollar an offengelegten Beteiligungen ergaben. Mehr als 1.500 institutionelle Anleger meldeten Positionen in dem Raketen- und KI-Konzern.
Alphabet und Nvidia als größte Einzelaktionäre
Den größten Batzen offenbarte Alphabet: Der Google-Mutterkonzern hält nach eigenen Angaben rund 551 Millionen SpaceX-Aktien im Wert von knapp 94 Milliarden Dollar – eine Position, die auf eine Investition von 900 Millionen Dollar aus dem Jahr 2015 zurückgeht.
Rund 80 Milliarden Dollar dieses Pakets unterliegen noch einer kurzfristigen Sperrfrist, weitere 14,1 Milliarden Dollar bleiben bis ins dritte Quartal 2027 gebunden.
Nvidia meldete eine Beteiligung von etwa 122,8 Millionen Class-A-Aktien im Wert von rund 21 Milliarden Dollar. Der Chiphersteller hatte diese Anteile über seine zehn Milliarden Dollar schwere Investition in xAI erhalten, das SpaceX im Februar für 1,25 Billionen Dollar übernommen hatte.
Auch der saudische Staatsfonds meldete eine Position von 154,1 Millionen Aktien im Wert von etwa 26,3 Milliarden Dollar, und die Harvard Management Company gab an, mit 12,9 Millionen Aktien im Wert von rund 2,2 Milliarden Dollar ihre größte öffentlich bekannte Aktienposition überhaupt in SpaceX zu halten.
Zahlen aus dem zweiten Quartal stützen die Rally
Die Investorenoffensive fällt zusammen mit robusten Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal erzielte SpaceX einen Umsatz von 7,81 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 6,93 Milliarden Dollar deutlich.
Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 92 Prozent zu, während sich der Nettoverlust von einer Milliarde auf 541 Millionen Dollar verringerte. Finanzchef Bret Johnsen erklärte auf der Telefonkonferenz, der Konzern sei auf Kurs, bis Jahresende eine annualisierte wiederkehrende Umsatzrate von 100 Milliarden Dollar zu erreichen.
Allerdings schossen auch die Investitionsausgaben in die Höhe: Sie versechsfachten sich nahezu auf 18,37 Milliarden Dollar, wovon 15,83 Milliarden Dollar auf den KI-Bereich entfielen und damit den Analystenkonsens von 13,22 Milliarden Dollar übertrafen. In der nachbörslichen Reaktion auf die Zahlen war die Aktie zunächst um rund acht Prozent eingebrochen – die Sorge vor den hohen Ausgaben überwog kurzzeitig die starken Umsatzzahlen.
Aktionärsstruktur trotz Lock-up-Ablauf stabil
Bemerkenswert ist die Reaktion des Marktes auf die schrittweise Freigabe gesperrter Aktien. Anfang August wurden bereits 911,5 Millionen Aktien handelbar, was den frei handelbaren Anteil mehr als verdoppelte – ohne dass die befürchtete Verkaufswelle eintrat.
Am heutigen Dienstag steht mit rund 319 Millionen weiteren Aktien die nächste Freigabe an. Die Aktie notiert derzeit rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, das im Juni erreicht wurde, liegt aber deutlich, um 39 Prozent, über dem im August markierten Jahrestief. Der Relative-Stärke-Index von 57,4 signalisiert dabei keine überkaufte Situation.
Die Analysten von Argus stuften die Aktie am 7. August auf „Buy“ hoch und nannten ein Kursziel von 160 Dollar, mit Verweis auf die schnelle Amortisation der KI-Investitionen trotz höherer Kapitalausgaben. Firmengründer Elon Musk hatte zudem angekündigt, das interne Umsatzziel von einer Billion Dollar sei von 2031 auf 2030 vorgezogen worden.
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