SpaceX Aktie: Cathie Wood nimmt Gewinne mit

ARK veräußert SpaceX-Papiere und investiert in andere Werte; parallel laufen Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf eine Starlink-Station.

Die Kernpunkte:
  • ARK verkauft rund 106.000 SpaceX-Aktien
  • SpaceX bleibt zweitgrößte Fondsposition
  • Ermittler nehmen zwei Verdächtige fest
  • Analystenkursziele liegen zwischen 210 und 248 Dollar

ARK Invest hat in der vergangenen Woche SpaceX-Aktien im Wert von 17,7 Millionen Dollar verkauft, mitten in der Oktober-Rally. Ein Ausstieg ist das nicht, eher Gewinnpflege. Parallel dazu beschäftigt ein mutmaßlicher Sabotageakt gegen eine Starlink-Station die Ermittler in Polen und Deutschland.

ARK schichtet um

Verkauft hat der ARK Next Generation Technology ETF, rund 106.000 Aktien zu durchschnittlich etwa 167 Dollar. Gemessen am Bestand ist das wenig: Seit dem Börsengang im Juni haben die ARK-Fonds etwa fünf Millionen Aktien aufgebaut, bewegt wurden also rund zwei Prozent. SpaceX bleibt die zweitgrößte Position der Fonds. Die Zukäufe im Juli und August erfolgten großteils unter 150 Dollar.

Das Geld floss in andere Ideen. Größere Summen gingen in CoreWeave sowie in Drohnen- und Flugtaxi-Werte wie Kratos Defense, Archer Aviation und AeroVironment. Allein für Kratos gab ARK mehr aus, als der SpaceX-Verkauf einbrachte.

Das Timing fällt in eine heikle Phase. SpaceX übernimmt ein 800-Megahertz-Frequenzpaket von Grain Management, Berichten zufolge für acht Milliarden Dollar. Die tiefen Frequenzen durchdringen Hauswände und könnten Starlink Mobile zum Rivalen von AT&T, Verizon und T-Mobile machen. Die US-Aufsicht FCC muss allerdings noch zustimmen. Im Oktober laufen zudem weitere Haltefristen von Altaktionären aus.

Festnahmen nach Brandanschlag

Am 23. September brannte in Wola Krobowska, 50 Kilometer südlich von Warschau, eine Starlink-Station. Das Feuer erfasste Stromversorgung und Generator. Die Station sichert auch den Internetbetrieb in der Ukraine. Polen sieht russische Geheimdienste hinter der Tat.

Nun gab es Zugriffe in Deutschland. In Nürtingen nahmen Spezialkräfte zwei türkische Staatsangehörige fest, drei Wohnungen wurden durchsucht. Zwei europäische Haftbefehle liegen beim Bundeskriminalamt zur Vollstreckung. Polens Polizei verweist auf gesicherte Aufzeichnungen, Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Die Ermittlungen befinden sich nach Angaben aus Baden-Württemberg noch in einer frühen Phase.

Die Börse nahm die Nachricht gelassen. Die Aktie notierte am Mittag bei rund 145 Euro auf Tradegate, ein Minus von etwa 0,9 Prozent.

Charttechnik und Kursziele

Gestern schloss der Titel bei rund 163 Dollar. Darüber verläuft die Abwärtstrendlinie vom Rekordhoch im Juni bei etwa 170 Dollar, von unten steigt die Aufwärtstrendlinie vom Augusttief bei rund 157 Dollar. Erste Unterstützung liegt um 160 Dollar. Bricht die Aufwärtstrendlinie, rückt die 50-Tage-Linie bei rund 146 Dollar in den Blick.

Die Analysten sehen deutlich mehr Luft: Ihre Kursziele reichen von 210 bis 248 Dollar.

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