SpaceX Aktie: Crew-13 verschoben, Starlink läuft
Ein Leck verzögert SpaceX’ Crew-13-Mission ohne neuen Termin, während Starlink weiter startet und die Aktie monatlich 13 Prozent gewinnt.

- Leck stoppt bemannten Crew-13-Flug
- 80 Starlink-Starts im laufenden Jahr
- FCC-Antrag für neue Satellitengeneration
- Aktie gewinnt heute 2,8 Prozent
SpaceX kämpft mit einem technischen Problem an einer bemannten Mission, während das Kerngeschäft mit Starlink-Starts unvermindert weiterläuft. Die NASA hatte Ende August die Verschiebung der Mission Crew-13 bestätigt, nachdem Techniker bei Vorbereitungsarbeiten ein Leck im Oxidationsmittelsystem der Kapsel Crew Dragon Grace entdeckt hatten. Ein neuer Starttermin steht bislang nicht fest.
Technisches Problem ohne neuen Zeitplan
Das Leck betrifft das Antriebssystem der Raumkapsel, mit der Astronauten zur Internationalen Raumstation gebracht werden sollen. Sowohl SpaceX als auch die NASA hatten die Verschiebung bereits vor der laufenden Woche eingeräumt, ohne einen Ersatztermin zu nennen.
Für Anleger ist das Thema vor allem deshalb relevant, weil bemannte Missionen für das Renommee des Unternehmens als verlässlicher NASA-Partner stehen – anders als das margenträchtige, aber weniger prestigeträchtige Starlink-Geschäft.
Starlink-Kadenz bleibt hoch
Während die Kapsel am Boden bleibt, treibt SpaceX sein Satelliteninternet-Geschäft unbeirrt voran. Anfang September absolvierte das Unternehmen den 80. Starlink-Start des laufenden Jahres, eingebettet in eine Verschiebung von Startkapazitäten an die Westküste.
Diese Kadenzumstellung soll nach Medienberichten Kosten senken und gleichzeitig Kapazitäten in Florida für die geplanten Starship-Super-Heavy-Operationen freihalten.
Ergänzend startete SpaceX Anfang September weitere Starlink-Satelliten von Vandenberg aus, mit einer Falcon-9-Erststufe, die bereits ihren 35. Flug absolvierte – ein weiterer Beleg für die zunehmend routinierte Wiederverwendung der Booster-Flotte.
Parallel dazu bereitet SpaceX die nächste Starlink-Generation vor. Bei der US-Regulierungsbehörde FCC beantragte das Unternehmen eine 60-tägige Sondergenehmigung für neue Starlink-Satelliten, die im Zusammenhang mit einem für den 15. September geplanten Flug steht. Das zeigt, wie eng SpaceX sein Wachstum im Kommunikationssegment an regulatorische Fristen koppelt.
Politisches Störfeuer aus Washington
Neben den technischen Hürden bekam SpaceX zuletzt auch politischen Gegenwind zu spüren. Laut Reuters übte das Weiße Haus Druck auf US-Raumfahrtunternehmen aus, nicht am Pariser Raumfahrtgipfel teilzunehmen – SpaceX sagte seine Teilnahme daraufhin ab. Ein weiteres Signal, dass geopolitische Spannungen zunehmend auch in die Terminplanung der Branche hineinwirken.
Kursreaktion: Erholung trotz Nachrichtenlage
An der Börse zeigt sich die Aktie robust. Der Kurs steht aktuell bei 130,64 Euro und legte am heutigen Donnerstag um 2,8 Prozent zu. Auf Monatssicht summiert sich der Anstieg auf 13 Prozent, womit das Papier klar über seinem 50-Tage-Durchschnitt notiert.
Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro aus dem Juni bleibt allerdings weiterhin eine deutliche Lücke – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Erholung von einem tieferen Niveau aus erfolgt, nachdem die Aktie erst Anfang August ihr Jahrestief markiert hatte.
Für Anleger bleibt die Gemengelage zweigeteilt: Das kommerzielle Startgeschäft läuft auf Hochtouren und liefert die operative Substanz, während die Verzögerung bei Crew-13 daran erinnert, dass bemannte Raumfahrt ein Risikofaktor mit Reputationswirkung bleibt.
Der für den 15. September angepeilte Starlink-Flug mit neuer Satellitengeneration dürfte der nächste konkrete Termin sein, an dem sich die operative Verlässlichkeit des Unternehmens erneut zeigen muss.
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