SpaceX Aktie: Cursor-Deal über 60 Milliarden abgeschlossen

SpaceX finalisiert den 60-Milliarden-Dollar-Zukauf von Cursor und integriert das KI-Unternehmen als SpaceXAI. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten, während Großinvestoren ihre Positionen ausbauen.

Die Kernpunkte:
  • Cursor-Übernahme für 60 Milliarden Dollar abgeschlossen
  • SpaceXAI ersetzt die Marke Cursor
  • Aktie fällt um rund drei Prozent
  • Nvidia und Harvard erhöhen SpaceX-Engagement

SpaceX hat den milliardenschweren Zukauf des KI-Coding-Startups Cursor am Freitag endgültig abgeschlossen. Der Deal im Volumen von 60 Milliarden Dollar zählt zu den größten Übernahmen eines venture-finanzierten Unternehmens überhaupt und markiert Elon Musks Einstieg in den Markt für KI-gestützte Programmierwerkzeuge, das sogenannte „Vibe Coding“.

Cursor-Aktionäre erhalten dafür 389.289.254 SpaceX-Class-A-Aktien, zusätzlich übernimmt SpaceX 29,1 Millionen Restricted Stock Units und 44,4 Millionen Optionen der Cursor-Belegschaft.

Cursor hatte als bislang schnellstes Software-Unternehmen einen Jahresumsatzlauf von 100 Millionen Dollar erreicht – schneller als der Cybersecurity-Anbieter Wiz, der zuvor als Referenzfall für Wachstumstempo galt.

Künftig läuft das Geschäft als vollständige Tochtergesellschaft unter der Marke SpaceXAI, während die eigenständige Cursor-Marke verschwindet. Musk äußerte sich optimistisch zur Integration und erwartet, dass die KI-Erlöse von SpaceX im September sämtliche übrigen Geschäftsbereiche des Unternehmens umsatzmäßig übertreffen.

Aktie reagiert mit Abschlägen auf den Deal

Der Markt quittierte den Zukauf zunächst mit Kursverlusten. Die SpaceX-Aktie fiel am Freitag auf 137,52 Dollar, ein Rückgang von rund drei Prozent gegenüber dem Vortag. Im deutschen Handel schloss das Papier bei 120,96 Euro, ein Minus von 1,2 Prozent auf Tagesbasis.

Anleger dürften dabei auch die zusätzliche Verwässerung durch die neu ausgegebenen Aktien im Blick gehabt haben – zumal bereits am 20. August weitere 319 Millionen Aktien aus einer Sperrfrist frei handelbar werden könnten.

Trotz der jüngsten Rücksetzer notiert das Papier auf Wochensicht mit einem Plus von 5,1 Prozent im Grün, auf Monatssicht steht ein Zuwachs von 2,7 Prozent zu Buche.

Zum 52-Wochen-Hoch von 194,46 Euro, erreicht im Juni, beträgt der Abstand aktuell 38 Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Volatilität der vergangenen Monate noch nicht vollständig verdaut ist. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 93 Prozent bleibt der Titel für ein Unternehmen dieser Größenordnung außergewöhnlich schwankungsanfällig.

Institutionelle Investoren bauen Positionen auf

Parallel zur Cursor-Integration zeigen aktuelle Pflichtmitteilungen ein reges Interesse großer Kapitalsammelstellen an SpaceX. Nvidia offenbarte eine Beteiligung im Wert von rund 21 Milliarden Dollar zum Ende des zweiten Quartals, entstanden aus einer früheren Investition in xAI, das SpaceX im Februar für 1,25 Billionen Dollar übernommen hatte. Der Chiphersteller liefert zugleich exklusiv die Prozessoren für SpaceX‘ KI-Rechenzentren.

Auch die Harvard Management Company legte eine Position von 2,2 Milliarden Dollar offen – die größte Einzelposition im gesamten US-Aktienportfolio der Universitätsstiftung. Die australische Milliardärin Gina Rinehart erklärte SpaceX über ihre Beteiligungsgesellschaft Hancock Prospecting mit einem Einsatz von 1,37 Milliarden Dollar zu ihrer größten US-Position.

Tiger Global Management wiederum baute im zweiten Quartal eine neue Position von 375.000 Aktien auf und trennte sich im Gegenzug von umfangreichen Anteilen an Alphabet, Nvidia und Microsoft. Das Analysehaus Argus bewertet SpaceX inzwischen mit „Buy“ und einem Kursziel von 160 Dollar, der durchschnittliche Zwölf-Monats-Zielwert der Analystengemeinde liegt bei 232 Dollar.

Die Investorenbasis liest sich mittlerweile wie ein Who’s who der globalen Kapitalmärkte: Neben Alphabet mit einer Beteiligung von 94,2 Milliarden Dollar zählen auch der norwegische Staatsfonds, Citadel Advisors sowie Founders Fund und Peter Thiel mit gemeinsam 5,5 Prozent der ausstehenden Aktien zu den Anteilseignern. Diese breite institutionelle Rückendeckung dürfte kurzfristige Kursschwankungen rund um die Cursor-Integration abfedern – die Bewertung des Konzerns bleibt jedoch stark an das Versprechen geknüpft, dass sich das KI-Geschäft tatsächlich zum dominierenden Wachstumstreiber entwickelt.

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