SpaceX Aktie: FAA genehmigt Starship-Notlandungen

Ein Leck verzögert Crew-13 bei SpaceX, während Starlink weiterläuft, Starship behördliche Freigaben erhält und die Aktie leicht nachgibt.

Die Kernpunkte:
  • Leck stoppt Crew-13-Vorbereitungen
  • Starlink-Erststufe absolviert 35. Einsatz
  • FCC-Anträge für neue Satelliten
  • FAA gibt Notlandezonen frei

Die Verschiebung des Crew-13-Starts belastet die operative Bilanz von SpaceX in dieser Woche. NASA und SpaceX hatten die Vorbereitungen für den Flug bereits Anfang der Woche gestoppt, nachdem Ingenieure ein Leck im Oxidationsmittelsystem der Dragon-Kapsel entdeckt hatten. Ein neuer Starttermin steht bislang nicht fest.

Das Leck betrifft das Antriebssystem der Kapsel und wurde während der Startvorbereitungen entdeckt. Für Anleger ist die Verzögerung ein Dämpfer, denn Crew-13 gehört zu den sichtbarsten Missionen im laufenden Programm von SpaceX. Gleichzeitig zeigt der Umgang mit dem Defekt, dass das Unternehmen bei bemannten Flügen weiterhin auf Nummer sicher geht, statt Risiken einzugehen.

Starlink-Betrieb läuft ungebremst weiter

Während Crew-13 pausiert, hält SpaceX das Starlink-Geschäft auf hohem Tempo. Am Sonntag startete eine Falcon 9 von der Vandenberg Space Force Base mit Starlink-Satelliten, wobei die eingesetzte Erststufe ihren 35. Einsatz absolvierte und sich damit dem Wiederverwendungsrekord des Unternehmens näherte.

Bereits zuvor hatte eine weitere Falcon-9-Erststufe mit der Kennung B1063 bei einem Start der Satelliten der Serie 15-23 denselben Meilenstein erreicht.

Auffällig ist zudem eine strategische Verschiebung im Startbetrieb: Sämtliche Starlink-Missionen mit der Falcon 9 wandern derzeit an die Westküste, während sich SpaceX in Florida auf die anstehende Debütaktivität von Starship-Super Heavy vorbereitet. Diese Aufgabenteilung zwischen den Standorten deutet auf eine Verdichtung des Starship-Zeitplans hin.

Parallel dazu hat SpaceX bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine befristete Sondergenehmigung für die nächste Generation von Starlink-Satelliten beantragt, verknüpft mit einem geplanten Einsatzfenster ab dem 15. September.

Eine weitere Anfrage betrifft Backup-Funkgeräte für die Oberstufe von Starship-Flug 14, mit einem Betriebsfenster vom 15. September bis zum 15. März 2027. Beide Anträge signalisieren, dass SpaceX den Starttermin für den nächsten Starship-Testflug weiterhin fest im Blick hat.

Behördliches Grünlicht für Starship-Notlandungen

Auf regulatorischer Seite hat die US-Luftfahrtbehörde FAA eine finale Umweltprüfung samt Unbedenklichkeitsfeststellung für Notlandeoperationen von Starship im Pazifik veröffentlicht und die Betreiberlizenz von SpaceX entsprechend angepasst. Zusätzliche Landezonen für Kontingenzfälle sind damit freigegeben – ein technischer, aber für die Startfrequenz relevanter Fortschritt.

Politisch gab es zudem Reibung: Nach Berichten von Reuters übte das Weiße Haus Druck auf US-Raumfahrtunternehmen aus, nicht am Pariser Weltraumgipfel teilzunehmen. SpaceX sagte seine Teilnahme daraufhin ab.

Kursbild bleibt volatil

An der Börse zeigt sich die Aktie von den Nachrichten der Woche unbeeindruckt bis leicht angespannt. Das Papier notiert aktuell bei 130,92 Euro und gab damit gegenüber dem Vortagesschluss von 131,94 Euro leicht nach.

Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von 9,3 Prozent, während der Kurs vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro weiterhin deutlich entfernt bleibt. Die hohe annualisierte Volatilität von 85 Prozent unterstreicht, wie stark einzelne Meldungen – seien es technische Rückschläge oder regulatorische Fortschritte – das Papier weiterhin bewegen können.

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