SpaceX Aktie: Grok Bot startet als KI-Agent

SpaceX bringt KI-Agenten Grok Bot und Modell 4.6 an den Start. Shortquote fällt auf 11 Prozent, während Starlink-Expansion unvermindert weitergeht.

Die Kernpunkte:
  • Neuer KI-Agent Grok Bot vorgestellt
  • Grok 4.6 erreicht 61 Punkte im Ranking
  • Shortquote sinkt deutlich auf elf Prozent
  • Zwei Starlink-Missionen erfolgreich gestartet

SpaceX hat am Mittwoch seine KI-Sparte weiter ausgebaut: Das Unternehmen brachte den Grok Bot auf den Markt, einen dauerhaft aktiven KI-Agenten, der mehrstufige Aufgaben eigenständig abarbeiten soll. Am selben Tag erschien zudem das neue Sprachmodell Grok 4.6, das im Artificial Analysis Intelligence Index einen Wert von 61 erreichte – knapp hinter Konkurrenzmodellen wie Claude Opus 5 mit 63 Punkten und Claude Fable 5 mit 62 Punkten.

Die Produktoffensive fügt sich in eine Strategie, die Firmenchef Elon Musk bereits skizziert hatte: Die KI-Sparte um den Chatbot Grok soll perspektivisch zur wichtigsten Erlösquelle des Raumfahrtkonzerns werden. Für Anleger ist die Doppelspitze aus Weltraumtechnologie und künstlicher Intelligenz mittlerweile der zentrale Bewertungsfaktor der Aktie, die aktuell mit 123,16 Euro notiert und damit 0,5 Prozent über dem Vortagesschluss liegt.

Leerverkäufer ziehen sich zurück

Parallel zur Produktankündigung meldete sich am Mittwoch auch die Datenlage zu den Shortpositionen. Der Anteil leerverkaufter Aktien am frei handelbaren Bestand fiel auf rund 11 Prozent, nachdem er in der Vorwoche noch bei 34 Prozent gelegen hatte. Der Marktdatendienstleister S3 Partners kommentierte dazu, den verbliebenen Leerverkäufern seien schlicht die Argumente ausgegangen.

Der Rückgang der Shortquote hat zwei Ursachen: Zum einen decken bearishe Investoren angesichts der Kurserholung ihre Positionen ein. Zum anderen hat die vor gut einer Woche ausgelaufene erste Sperrfrist für Insider-Aktien den handelbaren Anteil der Aktie mechanisch vergrößert – ein größerer Nenner senkt die Shortquote automatisch, auch ohne dass sich an der absolut leerverkauften Stückzahl viel ändert. Die Aktie hat sich seit diesem Ereignis um rund 24 Prozent verteuert, was den Druck auf verbleibende Shortpositionen zusätzlich erhöht hat.

Starlink-Flotte wächst weiter

Neben der KI-Nachricht lief das Kerngeschäft der Raumfahrtsparte ungebremst weiter: Am Dienstag starteten gleich zwei Starlink-Missionen. Von Cape Canaveral hob die Mission Starlink 10-19 ab, der 72. Starlink-Flug des Jahres von insgesamt 93 geplanten Falcon-9-Starts 2026. Die Erststufe landete anschließend erfolgreich auf einer Landeplattform im Meer. Von der Vandenberg Space Force Base aus brachte die Mission Starlink 17-49 weitere 24 Satelliten in die erdnahe Umlaufbahn.

Die hohe Startfrequenz unterstreicht, wie sehr SpaceX das Satelliteninternet-Geschäft weiter skaliert – jene Sparte, die im zweiten Quartal mit 4,29 Milliarden Dollar Umsatz noch immer der größte Erlösträger des Konzerns war, auch wenn die KI-Sparte prozentual schneller wächst.

Ausblick: Nächste Aktiensperrfrist naht

Anleger blicken bereits auf den 20. August, wenn die nächste Tranche von 319 Millionen Aktien aus der Sperrfrist entlassen wird – rund 2,44 Prozent der Grundgesamtheit der Aktien. Zudem steht mit Starship-Flug 14 der nächste Testflug aus Starbase in Texas an, der als erster orbitaler Flug der V3-Variante gilt und möglicherweise einen ersten Fangversuch der Oberstufe umfassen könnte.

Mit einer 30-Tage-Volatilität von 93 Prozent bleibt die Aktie ein Papier für risikobereite Anleger, auch wenn sie sich mit einem RSI von 55,7 derzeit in einer neutralen Zone bewegt.

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