SpaceX Aktie: Großbritannien gibt 40 Millionen für Starshield aus
Großbritannien legt Starshield-Ausgaben offen, während SpaceX Starlink ausbaut und mit KI-Rechenzentren sowie Starship neue Geschäftsfelder erschließt.

- London bestätigt 40 Millionen Dollar
- Starshield erreicht ersten ausländischen Staat
- Starlink absolviert 80 Jahresstarts
- SpaceX plant KI-Kapazität bis 10 Gigawatt
Großbritannien hat nach einem Bericht von Reuters bestätigt, rund 40 Millionen Dollar für Satellitendienste von SpaceX ausgegeben zu haben. Damit wird das Land zum ersten Staat außerhalb der USA, der öffentlich die Nutzung des Starshield-Dienstes für militärische und geheimdienstliche Zwecke einräumt. Reuters ordnet dies als wachsende Abhängigkeit des Vereinigten Königreichs von Elon Musks Unternehmen ein.
Die Offenlegung fällt in eine Phase, in der SpaceX sein Verteidigungsgeschäft in mehrere Richtungen ausbaut. Am selben Tag startete das Unternehmen die klassifizierte Mission USSF-153 für die US Space Force vom Vandenberg Space Force Base aus Kalifornien.
Die Falcon-9-Erststufe landete erfolgreich auf einem Drohnenschiff im Pazifik. Solche Missionen für das US-Militär sind für SpaceX inzwischen Routine, das Starshield-Geschäft mit Großbritannien zeigt aber, dass sich diese Kundenbasis internationalisiert.
Starlink-Kadenz bleibt hoch
Parallel zum Militärgeschäft läuft das ziviле Starlink-Programm ungebremst weiter. Anfang September deployte SpaceX 27 Starlink-V2-Mini-Satelliten von Vandenberg aus – der 104. Orbitalstart des Unternehmens im laufenden Jahr.
Wenige Tage später folgte mit der Mission Starlink 15-24 bereits der 80. Starlink-Start des Jahres, ebenfalls mit 27 Satelliten an Bord. Diese Schlagzahl unterstreicht, wie sehr das Starlink-Netzwerk mittlerweile das operative Rückgrat des Unternehmens bildet.
Zugleich kündigte Kiko Dontchev, Vizepräsident für Startoperationen bei SpaceX, eine strukturelle Verschiebung an: Starlink-Missionen aus Florida sollen künftig auf Starship statt auf Falcon 9 fliegen. Vorausgegangen sind erfolgreiche Static-Fire-Tests von Ship 41 und Booster 21, die den Weg für Starship-Flug 14 ebnen sollen – ein Termin, der weiterhin für frühestens den 15. September angesetzt ist.
KI-Infrastruktur als neues Standbein
Auf der Goldman-Sachs-Konferenz Communacopia + Technology 2026 skizzierte SpaceX zudem Ambitionen jenseits von Raketen und Satelliten: Das Unternehmen nannte ein Ziel von 5 bis 10 Gigawatt terrestrischer Rechenkapazität sowie einen Zeitplan für erste orbitale Compute-Satelliten, der bis 2028 skaliert werden soll.
Diese Diversifizierung in Richtung KI-Infrastruktur ergänzt das klassische Raumfahrtgeschäft und dürfte die Bewertung des Unternehmens langfristig beeinflussen.
Das Analysehaus Pivotal Research nahm die Coverage von SpaceX Anfang September mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 220 Dollar auf. Die Analysten begründeten dies damit, dass die Bewertung des Unternehmens maßgeblich von der Wiederverwendbarkeit der Starship-Rakete abhänge – ein Punkt, der angesichts der bevorstehenden Testflüge besondere Relevanz erhält.
Kurs zeigt sich robust
Der Aktienkurs notierte am Freitag bei 130,32 Euro und legte auf Tagesbasis um 2,1 Prozent zu. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von 3,0 Prozent zu Buche, womit sich das Papier weiter von seinem 52-Wochen-Tief bei 91,04 Euro entfernt hat.
Zum bisherigen Jahreshoch von 194,46 Euro klafft dagegen weiterhin eine deutliche Lücke von 33 Prozent. Die Kombination aus Militärgeschäft, Starlink-Ausbau und KI-Ambitionen liefert Anlegern derzeit mehrere parallele Wachstumsnarrative, deren Erfolg jedoch maßgeblich vom technischen Fortschritt bei Starship abhängt.
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