SpaceX Aktie: KeyBanc sieht faire Bewertung bei 176 Dollar
SpaceX-Aktie fällt nach neutralem Analystenstart und zeigt trotz Starlink-Wachstum operative Verluste.

- KeyBanc startet mit neutraler Bewertung
- Starlink erzielt hohe Umsatzanteile
- Nettoverluste belasten die Bilanz
- Südkorea prüft IPO-Zuteilungspraxis
Der Börsenstart von SpaceX verlief holprig. Drei Tage in Folge gab die Aktie nach — und der erste formelle Analystenkommentar bremste die Erholung zusätzlich aus.
KeyBanc sieht faire Bewertung
KeyBanc Capital Markets nahm die Aktie mit einer neutralen Einstufung auf. Analyst Michael Leshock bezeichnete SpaceX als dominanten Marktführer im Raketengeschäft und lobte das Wachstumspotenzial des Starlink-Netzwerks. Sein Fazit: Der aktuelle Kurs preist dieses Potenzial bereits ein.
Konkret verwies KeyBanc auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29x und ein EV/EBITDA von 71x — beides auf Basis der 2027er-Schätzungen. Bei solchen Multiples sei das Chance-Risiko-Verhältnis ausgeglichen. Die Aktie handelte daraufhin rund fünf Prozent schwächer bei etwa 176 Dollar. Damit liegt sie aber noch immer rund 37 Prozent über dem IPO-Preis von 135 Dollar.
Starlink wächst, Verluste bleiben
Das operative Bild ist zweigespalten. Starlink steuerte 2025 rund 61 Prozent des Gesamtumsatzes bei — das entspricht 11,4 Milliarden Dollar — bei einer Marge von 63 Prozent. Starkes Wachstum also.
Hinzu kommen neue KI-Verträge über die Grok-Sparte: Anthropic zahlt monatlich 1,25 Milliarden Dollar, Google 920 Millionen. Das sind erhebliche Zuflüsse. Allerdings schrieb SpaceX 2025 unterm Strich einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 kamen weitere 4,28 Milliarden hinzu. Der Markt setzt darauf, dass das Wachstum diese Verluste irgendwann überholt.
Der Konsens der Wall-Street-Analysten bleibt positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 235,25 Dollar — rund 27 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Regulatorischer Druck aus Südkorea
Parallel läuft eine Untersuchung in Südkorea. Die dortige Finanzaufsicht FSS prüft die IPO-Zuteilung bei Mirae Asset Securities. Kurz vor dem Börsengang sollen 2,31 Millionen Aktien, die dem Broker zugesagt waren, von den Konsortialführern gestrichen worden sein. FSS-Chef Lee Chan-jin nannte die Nullzuteilung „unverständlich“.
Außerdem ermitteln die Behörden gegen Korea Investment Management. Der Vorwurf: irreführende Werbung für SpaceX-ETFs, die Anlegern garantierte Aktienzuteilungen versprochen haben sollen — die dann nicht eintrafen.
Leveraged ETFs mit Milliardenvolumen
Trotz fallender Kurse ist die Nachfrage nach SpaceX-Produkten enorm. Gehebelte ETFs auf die Aktie verzeichneten am ersten Handelstag über eine Milliarde Dollar Umsatz. Rund ein Dutzend solcher Fonds ist inzwischen am Markt, die meisten davon bereits mit mehr als 100 Millionen Dollar verwaltetem Vermögen. Auffällig: Ein erheblicher Teil davon entfällt auf Short-Positionen — ein Zeichen, dass viele Marktteilnehmer nach dem Bewertungshoch von 2,4 Billionen Dollar eine weitere Korrektur absichern.
Für frische Impulse könnte ein weiterer Starship-Testflug sorgen, der noch im Juni erwartet wird. Ferner plant SpaceX eine Anleihe von mindestens 20 Milliarden Dollar, um Brückenkredite aus der Übernahme des KI-Unternehmens Cursor zu refinanzieren.
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