SpaceX Aktie: Kurs unter 135 US-Dollar gefallen

Trotz technisch einwandfreier Falcon-9-Mission fällt der SpaceX-Aktienkurs unter den IPO-Preis und verzeichnet deutliche Verluste.

Die Kernpunkte:
  • Erfolgreicher Start von 21 Kommunikationssatelliten
  • Aktie fällt unter IPO-Preis von 135 Dollar
  • Starship-Testflug wegen Triebwerksproblemen abgebrochen
  • Starlink präsentiert neues V5-Hardwarekit

SpaceX bringt am Donnerstag 21 Kommunikationssatelliten ins All. Der Start läuft technisch einwandfrei. Die Aktie interessiert das nicht.

Die Falcon 9 hebt um 13:32 Uhr Ortszeit von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien ab. An Bord: Satelliten für die Tranche 1 Transport Layer der US Space Development Agency. Das Netzwerk soll künftig militärische Kommunikation und Raketenwarnsysteme im niedrigen Erdorbit miteinander verknüpfen. Es ist bereits die dritte von neun geplanten Tranche-1-Missionen, die SpaceX für die Behörde durchführt.

Die erste Raketenstufe fliegt zum vierten Mal und landet anschließend sauber auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ im Pazifik. Operativ läuft bei SpaceX also alles nach Plan. An der Börse zählt das gerade wenig.

Kurs fällt unter Ausgabepreis

Die Aktie notiert aktuell bei 111,06 Euro, ein Minus von 3,12 Prozent allein am Freitag. Über die vergangenen 30 Tage hat sich der Kurs um 33,20 Prozent verringert. Damit rutscht SpaceX klar unter seinen IPO-Preis von 135 US-Dollar aus dem Juni.

Der Börsengang war mit 75 Milliarden US-Dollar Emissionsvolumen der größte der Geschichte. Die Euphorie ist verflogen. Anleger sorgen sich um die Ausgabenpläne des Unternehmens und um seine Schuldenlast.

Hinzu kommt ein handfestes technisches Risiko: Ende Juli laufen die Lock-up-Fristen für Aktien aus, die aktuelle und ehemalige Mitarbeiter halten. Ein größerer Teil davon wird bereits Anfang August frei handelbar. Das dürfte für zusätzlichen Angebotsdruck sorgen, sobald die Sperrfrist endet.

Starship-Rückschlag, Starlink-Fortschritt

Auch der Starship-Ausblick trübt sich kurzzeitig ein. Der 13. Testflug des Schwerlastraketensystems wird am Donnerstag wegen Problemen bei der Triebwerkszündung abgebrochen. SpaceX will zwei Raptor-Triebwerke austauschen und plant einen neuen Versuch für die kommende Woche.

Im Starlink-Geschäft läuft es dagegen rund. Erst am Mittwoch stellt die Sparte ihr neues V5-Hardwarekit für Privatkunden vor – kleiner, leichter, stromsparender, mit Geschwindigkeiten über 375 Mbit/s. Frontier Airlines kündigte zudem an, ab Anfang 2027 Starlink-WLAN in ihre Flotte einzubauen. Es zählt zu den größten Verträgen für Bordinternet der nächsten Generation.

Der Widerspruch zwischen operativem Fortschritt und Kursentwicklung bleibt bestehen. SpaceX treibt seine Raketenmissionen, den Ausbau von Starlink und neue Partnerschaften konsequent voran. Die Aktie bewegt sich davon losgelöst – belastet von Sorgen um Kapitalbedarf und der bevorstehenden Freigabe der Mitarbeiteraktien Anfang August.

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