SpaceX Aktie: Musk hält 48,4 Prozent
SpaceX bringt Starlink mit Falcon 9 weiter voran, beendet Florida-Missionen dieser Rakete und richtet den Ausbau zunehmend auf Starship aus.

- 100. Orbitalflug des Jahres absolviert
- 29 Starlink-Satelliten in Umlaufbahn gebracht
- Florida verliert Falcon-9-Starlink-Missionen
- Musk weist 48,4 Prozent Anteil aus
SpaceX beschleunigt den Übergang von der Falcon 9 zur Starship-Ära. Am Dienstag hob das Unternehmen seine 100. Orbitalmission des Jahres von der Vandenberg Space Force Base ab, dabei brachte eine Falcon 9 insgesamt 29 Starlink-Satelliten in die Erdumlaufbahn. Firmengründer Elon Musk erklärte, das Starlink-Netzwerk zähle inzwischen mehr als 11.000 Satelliten im Orbit.
Abschied von Florida-Starts mit Falcon 9
Parallel zu diesem Meilenstein vollzieht SpaceX einen strategischen Schnitt in Florida. Ein Falcon-9-Start von Cape Canaveral markierte nach Angaben des Unternehmens die letzte Starlink-Mission dieser Rakete vom Bundesstaat aus.
Künftige Starlink-Flüge aus Florida sollen stattdessen auf Starship umgestellt werden, während Vandenberg vorerst weiter reguläre Starlink-Starts mit der Falcon 9 durchführt. Diese Aufgabenteilung zwischen den beiden Startplätzen zeigt, wie SpaceX seine Kapazitäten gezielt auf das neue Trägersystem verlagert, ohne den laufenden Ausbau des Starlink-Netzes zu unterbrechen.
Der Umbau fällt in eine Phase, in der SpaceX bereits die größte je geplante Startanlage im Süden Louisianas angekündigt hat – ein mit 100 Milliarden Dollar bezifferter Vorstoß, der eng mit den Ambitionen für Starship und KI-gestützte Satellitenstarts verknüpft ist. Die Kombination aus neuem Standort und der Abkehr von Florida-Starts mit der Falcon 9 unterstreicht, dass Starship zunehmend zum operativen Rückgrat der Startflotte werden soll.
Rekordtempo bei den Starts
Auch operativ zeigt SpaceX Tempo: Ein Doppelstart mit Globalstar gelang laut Unternehmensangaben mit einer Rekord-Umschlagzeit von 38,5 Minuten zwischen den beiden Missionen.
Ein Falcon-9-Start von Cape Canaveral musste zunächst wegen eines nicht näher benannten Problems verschoben werden, gelang am folgenden Tag jedoch mit einer Landung der Boosterstufe auf der Trägerplattform „A Shortfall of Gravitas“. Solche Rückschläge bei einzelnen Starts ändern nichts an der grundsätzlichen Taktzahl, mit der SpaceX seine Flotte derzeit auslastet.
Aktionärsstruktur rückt in den Fokus
Neben dem operativen Geschehen sorgten zuletzt auch Eigentumsverhältnisse für Schlagzeilen. Laut Reuters wies Elon Musk in einer Regulierungsmeldung zum 30. Juni einen Anteil von 48,4 Prozent an SpaceX aus. Alphabet bezifferte seinen eigenen SpaceX-Anteil zum Ende Juni auf einen Wert von rund 94 Milliarden Dollar und bestätigte damit eine seit längerem gehaltene Beteiligung.
An der Börse zeigt sich das Wertpapier von SpaceX robust: Der Kurs liegt aktuell bei 120,80 Euro und damit rund 0,6 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine stabile mittelfristige Aufwärtstendenz hindeutet. Der Ausbau in Louisiana und die Verlagerung Richtung Starship dürften die strategische Ausrichtung des Unternehmens in den kommenden Monaten weiter prägen.
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