SpaceX Aktie: Quartalsbericht am 4. August
SpaceX-Papier fällt vor dem ersten Quartalsbericht auf ein neues Jahrestief. Am 6. August droht zudem eine Verkaufswelle gesperrter Aktien.

- Aktie rutscht auf neues Jahrestief
- Erste Quartalszahlen am 4. August
- Verkaufswelle gesperrter Aktien droht
- Ark Invest stockt SpaceX-Anteile auf
Ausgerechnet vor ihrem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen rutscht die SpaceX-Aktie auf ein neues Jahrestief. Am Freitag schloss das Papier bei 93,96 Euro, ein Minus von 3,48 Prozent. Damit liegt der Kurs nur noch 0,59 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom 31. Juli. Allein in den vergangenen 30 Tagen hat die Aktie 32,10 Prozent verloren.
Am Dienstag, den 4. August, meldet SpaceX nach Börsenschluss seine Zahlen für das zweite Quartal 2026. Das Management überträgt die Konferenz per Audio-Webcast, Anmeldung und Wiederholung laufen über die Investor-Relations-Seite des Unternehmens. Für Anleger ist der Termin doppelt brisant: Er ist nicht nur der erste Blick auf die Geschäftszahlen seit dem Börsengang im Juni, er entscheidet auch über die nächste Verkaufswelle gesperrter Aktien.
Fragerunde zeigt gespaltene Erwartungen
SpaceX hat vor dem Call ein Online-Portal geöffnet, in dem Aktionäre Fragen einreichen und die beliebtesten hochvoten können. Das Format kennt man von Tesla, wo Elon Musk es bereits genutzt hat. Ob Musk selbst an diesem Call teilnimmt, hat SpaceX in seiner eigenen Ankündigung nicht bestätigt.
Die eingereichten Fragen offenbaren eine deutliche Lücke zwischen professionellen Analysten und Privatanlegern. Fragen zu Umsatz und Ausblick fanden kaum Zuspruch. Stattdessen dominierten Wünsche nach mehr Videomaterial vom Human Landing System, dem Mondlander für die Artemis-Mission der NASA. Auch Fragen zur Rolle von „Asteroid“, dem kürzlich vorgestellten Shiba-Inu-Maskottchen samt 35-Dollar-Plüschtier, sammelten viele Stimmen.
Eine mögliche Fusion zwischen SpaceX und Tesla spielte auf dem SpaceX-Forum praktisch keine Rolle, sie kam nur einmal vor und erhielt eine einzige Stimme. Beim parallelen Tesla-Earnings-Forum hatte das gleiche Thema in der Vorwoche über 100 Stimmen gesammelt. Musk hat inzwischen einen Bericht des Wall Street Journal öffentlich zurückgewiesen, wonach Tesla-Manager sich auf eine Aufspaltung des Konzerns vor einer solchen Fusion vorbereiten würden.
Cathie Wood kauft weiter zu
Während die Stimmung unter Privatanlegern trotz der Kursverluste auffällig gelassen wirkt, hat Cathie Woods Ark Invest ihre Position in den vergangenen Handelstagen weiter aufgestockt. Das Fondshaus kauft bereits seit dem Tag des Börsengangs zu. Ark begründet das Engagement mit der Ökonomie wiederverwendbarer Raketen und dem Wachstumspotenzial von Starlink – die aktuelle Volatilität sei eine vorübergehende Phase, kein Signal für einen längerfristigen Abschwung.
Technische Indikatoren signalisieren überverkauften Markt
Der 14-Tage-RSI liegt aktuell bei 31,0 und damit deutlich im überverkauften Bereich. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität ist auf 54,45 Prozent gestiegen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro, erreicht am 16. Juni nur wenige Tage nach dem Nasdaq-Debüt, liegt die Aktie inzwischen 51,68 Prozent entfernt.
Analysten richten ihren Blick vor allem auf die KI-Investitionen des Unternehmens und die Profitabilität von Starlink. Diese Themen dürften die professionelle Debatte um den Bericht bestimmen, während private Anleger sich weiter für Raketenvideos und Maskottchen-Merchandise begeistern.
Der Bericht hat noch eine weitere Konsequenz. Am zweiten vollen Handelstag nach der Veröffentlichung, also am 6. August, dürfen Investoren 20 Prozent ihrer gesperrten Aktien verkaufen – bis zu 911,5 Millionen Papiere. Diese bevorstehende Verkaufswelle trifft auf einen Markt, der ohnehin schon nervös auf jede neue Kursbewegung reagiert.
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