SpaceX Aktie: Rocket Lab kauft Iridium für 8 Milliarden

Rocket Lab übernimmt Iridium für acht Milliarden Dollar und fordert den Börsenneuling SpaceX direkt heraus.

Die Kernpunkte:
  • Rocket Lab kauft Iridium für acht Milliarden
  • Iridium-Aktie steigt um 25 Prozent
  • Rocket Lab gewinnt 16 Prozent an Wert
  • SpaceX steht vor neuem Wettbewerbsdruck

Rocket Lab kauft Iridium für acht Milliarden US-Dollar. Damit entsteht ein vertikal integrierter Raumfahrtkonzern aus einer Hand. Für SpaceX bedeutet dieser Deal ernsthafte Konkurrenz. Der Zeitpunkt fällt direkt in die heiße Phase nach dem eigenen Börsengang.

Ein Gigant entsteht

Rocket Lab zahlt 54 US-Dollar je Iridium-Aktie in bar und eigenen Papieren. Das entspricht einem Unternehmenswert von rund acht Milliarden Dollar. Der Abschluss der Transaktion ist für Mitte 2027 geplant.

Zur Finanzierung sichert sich der Käufer einen Überbrückungskredit. Deutsche Bank und Wells Fargo stellen 3,6 Milliarden Dollar für knapp ein Jahr bereit. Die Aktionäre und Behörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Die Börse feiert die Fusion. Iridium-Papiere sprangen am 29. Juni um 25 Prozent nach oben. Sie schlossen bei 54,59 Dollar.

Rocket Lab legte im gleichen Schritt um 16 Prozent auf 97,95 Dollar zu. Dieser Kurssprung sendet ein klares Signal an den Marktführer.

SpaceX ging erst vor wenigen Wochen an die Börse. Am 11. Juni platzierte das Unternehmen seine Aktien zu 135 Dollar. Der neue Konkurrent mischt nun die Bewertungsdebatten um den Starlink-Betreiber auf.

Kampf um das Spektrum

Iridium bringt wertvolle Infrastruktur in die Ehe ein. Das Netzwerk umfasst 66 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Hinzu kommen weltweit harmonisierte L-Band-Frequenzen.

Davon profitieren aktuell mehr als 2,55 Millionen aktive Abonnenten. Rocket Lab erhält so direkten Zugang zum lukrativen Markt für satellitengestützte Mobiltelefonie. Genau hier expandieren auch SpaceX und Amazon massiv.

SpaceX investierte zuletzt selbst Milliarden in diesen Bereich. Im Jahr 2025 kaufte der Konzern Frequenzen von EchoStar für 17 Milliarden Dollar. Später folgte ein weiterer Zukauf für 2,6 Milliarden Dollar.

Die Raumfahrtökonomie wandelt sich. Reine Raketenbauer weichen integrierten Netzwerken aus Startkapazität, Satelliten und wiederkehrenden Service-Umsätzen.

Der Iridium-Deal liefert Investoren einen konkreten Maßstab für die Bewertung solcher Infrastruktur. SpaceX muss nun seine Skalenvorteile bei Starlink in weiteres finanzielles Wachstum ummünzen. Gelingt das nicht, schließen durchfinanzierte Rivalen wie Rocket Lab die Lücke zügig.

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