SpaceX Aktie: Rückenwind aus Washington

Starlink steigerte im zweiten Quartal Umsatz und operativen Gewinn; zugleich erwägt die FAA vereinfachte Verfahren für Raketenstarts.

Die Kernpunkte:
  • FAA schlägt gebündelte Sicherheitsprüfungen vor
  • Öffentliche Stellungnahmen bis 4. November möglich
  • Aktie steigt am Montag um acht Prozent
  • Starlink erzielt 4,3 Milliarden Dollar Umsatz

Die US-Luftfahrtbehörde FAA will den Weg für mehr Raketenstarts ebnen, und SpaceX dürfte davon am stärksten profitieren. Der Vorschlag trifft auf eine Aktie, die sich gerade kräftig erholt hat.

Weniger Bürokratie für Starts

Die FAA schlägt vor, Genehmigungsverfahren für kommerzielle Starts und Wiedereintritte zu vereinfachen. Betreiber sollen Anträge elektronisch einreichen können. Drei bisher getrennte Sicherheitsanalysen würden zu einer einzigen Einreichung zusammenfallen, außerdem soll es mehr Spielraum beim Nachweis gleichwertiger Sicherheit geben. Bis zum 4. November kann die Öffentlichkeit Stellung nehmen.

Der Hintergrund ist ein ehrgeiziges politisches Ziel. Das Weiße Haus will bis 2030 mindestens 1.000 Starts und Wiedereintritte pro Jahr ermöglichen. 2025 waren es 178, und dieses Geschäft wird von SpaceX dominiert. Bereits im Juli hatte die FAA vorgeschlagen, Anforderungen aus mehreren Gesetzen auszusetzen, um Lizenzen zu beschleunigen. Im August wies Präsident Donald Trump per Memo die Behörden an, auch Bundesland für neue Startplätze zu prüfen.

Aktie verdoppelt sich fast vom Tief

An der Börse läuft es bereits. Am Montag stieg die Aktie um acht Prozent auf 171 Dollar und machte damit den Ausgabepreis des Börsengangs wett. Vom Tief Ende Juli/Anfang August bei 105 Dollar ist das fast eine Verdopplung. Charttechnisch gelang Anfang Oktober der Ausbruch über die Widerstandszone bei 156 Dollar.

Auffällig war das Optionsgeschäft: Das Volumen lag beim Doppelten des 30-Tage-Schnitts, und es wurden mehr Calls als Puts gekauft. Das spricht für steigende Kurserwartungen am Markt.

Starlink trägt die Zahlen

Operativ liefert vor allem Starlink. Im zweiten Quartal wuchs der Konzernumsatz um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar. Starlink erwirtschaftete davon rund 4,3 Milliarden Dollar und einen operativen Gewinn von 1,66 Milliarden Dollar.

Die übrigen Sparten wachsen ebenfalls, schreiben aber Verluste. Im KI-Geschäft hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht, zugleich fiel dort ein operativer Verlust von 1,26 Milliarden Dollar an. Dank des Börsengangs verfügte SpaceX zum Quartalsende über etwa 100 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln.

Zusätzlichen Rückenwind gab die Falcon 9, die vier Astronauten in weniger als acht Stunden zur Raumstation brachte. Als zentraler Zukunftsfaktor gilt Starship: Die voll wiederverwendbare Rakete soll die Startkosten deutlich senken.

Charttechniker sehen nach dem Ausbruch einen möglichen Rücksetzer. Hält die Marke von 156 Dollar, wäre der Weg in Richtung 190 bis 200 Dollar frei. Fällt die Aktie darunter, rücken die 20- und 50-Tage-Linien als nächste Unterstützung in den Blick.

Anzeige

Stand heute, 7. Oktober: SpaceX – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in SpaceX investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

SpaceX: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu SpaceX