SpaceX Aktie: Starbase Louisiana für 2029 geplant
SpaceX plant einen neuen Starship-Standort ab 2027, während Starlink wächst und die Aktie trotz Rückschlägen monatlich 24 Prozent zulegte.

- Neuer Starship-Komplex in Louisiana geplant
- Erster Start dort für 2029 vorgesehen
- Falcon-9-Missionen erreichen hohe Frequenz
- Starlink überschreitet 11.000 Satelliten
SpaceX hat Pläne für „Starbase Louisiana“ vorgestellt: ein 125.000 Acre großer Startkomplex im Süden des US-Bundesstaates für die Starship-Rakete. Wie Reuters berichtete, soll der Bau 2027 beginnen, der erste Starship-Start ist für 2029 vorgesehen. Damit erweitert SpaceX seine geografische Basis über Texas und Florida hinaus und schafft Kapazitäten für eine deutlich höhere Startfrequenz.
Die Ankündigung fällt in eine Phase intensiver operativer Aktivität. Erst in der vergangenen Woche meldete das Unternehmen mit einem Falcon-9-Start von Vandenberg die 100. Orbitalmission des Jahres 2026 – ein weiterer Start von Cape Canaveral wurde ebenfalls als 100. Mission des Jahres bezeichnet, was auf unterschiedliche Zähllogiken der Berichterstattung hindeutet, in der Sache aber den enormen Kadenzsprung von SpaceX unterstreicht.
Nach Angaben von Spaceflight Now gelang dem Unternehmen zudem eine Rekord-Turnaroundzeit von 38,5 Minuten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Falcon-9-Missionen für Globalstar und die U.S. Space Force.
Musk dämpft Erwartungen an nächsten Starship-Fang
Nicht jede Nachricht der vergangenen Tage war ungetrübt positiv. Laut dem Wall Street Journal erklärte Elon Musk, der nächste „Catch“ – also das Auffangen des Starship-Boosters am Startturm – liege noch Monate entfernt. Die Aussage drückte den Aktienkurs am betreffenden Handelstag nach unten.
Zusätzlich musste SpaceX einen Falcon-9-Start der Mission Starlink 10-39 in Cape Canaveral weniger als 30 Sekunden vor dem geplanten Abheben abbrechen, ohne einen Grund zu nennen. Der Nachholtermin am folgenden Tag gelang dann planmäßig, samt Landung des Boosters auf der Drohnenplattform „A Shortfall of Gravitas“.
Die Starlink-Konstellation selbst wächst unterdessen weiter: Berichten zufolge überschritt sie zuletzt die Marke von 11.000 Satelliten im Orbit. Dieses Tempo ist Grundlage für den enormen Cashflow, den SpaceX aus dem Satelliteninternet-Geschäft zieht – und damit indirekt auch für ambitionierte Projekte wie Starbase Louisiana.
Trump-Investment sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit
Für politisches Aufsehen sorgte eine Reuters-Meldung, wonach US-Präsident Donald Trump am 23. Juni SpaceX-Aktien im Wert zwischen 15.001 und 50.000 Dollar erworben hat. Die Transaktion wurde in einer am 12. August unterzeichneten Finanzoffenlegung dokumentiert und am 22. August öffentlich gemacht.
Der zeitliche Abstand zwischen Kauf und Veröffentlichung wirft Fragen zur Transparenz auf, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Signalwirkung: Selbst auf höchster politischer Ebene wird SpaceX als Investment wahrgenommen.
Am Kapitalmarkt zeigte sich die Aktie zuletzt robust. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 122,14 Euro, nach einem Plus von 4,2 Prozent auf Wochensicht. Auf Monatssicht summiert sich der Kursgewinn auf 24 Prozent – ein deutliches Signal, dass die operative Dynamik rund um Starlink-Starts und die Louisiana-Ankündigung von Anlegern honoriert wird, trotz der kurzfristigen Dämpfer durch Musks Aussagen zum Starship-Programm und den abgebrochenen Start.
Für die kommenden Jahre bleibt Starbase Louisiana der zentrale Fixpunkt: Bis zum ersten Starship-Start 2029 wird sich zeigen, ob SpaceX seine ambitionierten Baupläne im vorgesehenen Zeitrahmen umsetzen kann.
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