SpaceX Aktie: Starship Flight 13 abgebrochen

Der Fehlstart des Starship Flight 13 drückt den SpaceX-Aktienkurs auf Jahrestief. Neue Triebwerke sollen Problem lösen.

Die Kernpunkte:
  • Automatischer Abbruch vor Triebwerkszündung
  • Zwei Raptor-Triebwerke müssen getauscht werden
  • SpaceX-Aktie fällt auf 52-Wochen-Tief
  • Neuer Start für Montag geplant

Wenige Sekunden vor dem Zünden der Triebwerke bricht der Countdown ab. Für SpaceX ist das der zweite Rückschlag binnen eines Monats an der Börse. Der dreizehnte Testflug des Starship-Programms hätte am Donnerstag starten sollen — stattdessen sorgt ein technisches Problem für neue Zweifel an der Rakete, die Elon Musk zum Herzstück seiner Mars-Pläne gemacht hat.

Triebwerke zünden nicht

Der Startversuch von Starship Flight 13 endete am T-0-Punkt der Startsequenz. Ein automatischer Abbruchmechanismus stoppte die Zündung, weil laut Musk „einige der Triebwerke nicht starteten“. Die Folge: Die Treibstoffe Methan und Sauerstoff mussten aus der Rakete abgelassen werden, der Flug verschiebt sich.

Musk sprach zunächst von einem neuen Versuch „in ein paar Tagen“, nannte dann aber „Anfang nächster Woche“ als realistischeren Termin. Zwei Raptor-Triebwerke müssen zuvor ausgetauscht werden. SpaceX hat inzwischen einen neuen Zieltermin genannt: Montag, 20. Juli, mit einem Startfenster ab 18:45 Uhr Ostküstenzeit.

Der missglückte Flug sollte mehr leisten als nur abheben. Ziel war es, die dritte Version der Starship-Rakete zu testen — insbesondere den Super-Heavy-Booster. Nach Stufentrennung und Aufstieg sollte der Booster seine Triebwerke erneut zünden und im Golf von Mexiko landen. An Bord waren außerdem 20 Satelliten der neuen Generation Starlink V3, die sich per Laser mit dem bestehenden Starlink-Netz verbinden sollen.

NASA schaut genau hin

Die US-Raumfahrtbehörde verfolgt das Starship-Programm mit besonderem Interesse. Eine modifizierte Version der Rakete, Starship HLS, soll im Rahmen des Artemis-Programms Astronauten zum Mond bringen. Die Mission Artemis III, jetzt für 2027 geplant, wurde umgestaltet: Sie testet zunächst nur Rendezvous- und Kopplungsmanöver zwischen der Orion-Kapsel und kommerziellen HLS-Testfahrzeugen in der Erdumlaufbahn.

Die erste bemannte Mondlandung soll erst mit Artemis IV Anfang 2028 folgen. Auch dort ist Starship HLS als Landefahrzeug im Gespräch. Jede Verzögerung im Testprogramm wirkt sich damit direkt auf den Zeitplan der NASA aus.

Kurs verliert weiter an Boden

An der Börse kam der Startabbruch zur Unzeit. Die SpaceX-Aktie schloss am Freitag bei 110,14 Euro, ein Tagesminus von 3,93 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 13,41 Prozent, auf Monatssicht sind es 33,75 Prozent.

Damit nähert sich der Kurs seinem 52-Wochen-Tief von 107,34 Euro, erreicht erst am Vortag. Vom Rekordhoch bei 194,46 Euro Mitte Juni trennen die Aktie inzwischen mehr als 43 Prozent. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei 92,53 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um den erst im vergangenen Monat erfolgten Börsengang unterstreicht.

Der neue Starttermin am Montag wird zeigen, ob die ausgetauschten Raptor-Triebwerke das Problem lösen. Bis dahin bleibt die Frage offen, wie stark ein weiterer Abbruch das Vertrauen der Anleger zusätzlich belasten würde.

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