SpaceX Aktie: Starship-Testflug 14 steht für 15. September an

SpaceX setzt auf zahlreiche Starlink-Starts, während Vorbereitungen für den 14. Starship-Flug laufen und die Aktie deutlich schwankt.

Die Kernpunkte:
  • 103 Falcon-9-Missionen im Jahr 2026
  • 27 Satelliten bei zwei Septemberstarts
  • Booster B1063 erreicht 35. Einsatz
  • Starship-Flugdatum bleibt vorläufig

SpaceX treibt sein Startprogramm im September mit unverändertem Tempo voran, während sich die Vorbereitungen für den nächsten Starship-Testflug verdichten. Für Anleger ist die Kombination aus operativer Verlässlichkeit im Starlink-Geschäft und dem Risiko eines weiteren Prototypen-Tests der zentrale Punkt der laufenden Woche.

Starlink-Kadenz bleibt hoch

Am 6. September brachte SpaceX 27 Starlink-Satelliten von Vandenberg aus ins All – die 103. Falcon-9-Mission des Jahres 2026 und der 19. Flug für Booster B1088. Bereits am 5. September war ein weiterer Starlink-Start mit ebenfalls 27 Satelliten erfolgt, laut Spaceflight Now die 80. Starlink-Mission des laufenden Jahres.

Diese Zahl deckt sich mit einem separaten Bericht vom 7. September, der die 80. Mission als operativen Meilenstein einordnete und auf mögliche Kostenvorteile durch die hohe Startfrequenz verwies. Zusätzlich kündigte SpaceX an, künftige Starlink-Missionen aus Florida auf Starship zu verlagern.

Die Wiederverwendbarkeit der Booster bleibt dabei ein wiederkehrendes Thema: Booster B1063 absolvierte Anfang September seinen 35. Flug im Rahmen einer Starlink-Mission, ein Meilenstein, den unter anderem die AIAA hervorhob. Für Anleger unterstreicht dies die fortschreitende Reife der Falcon-9-Flotte, die das Rückgrat des laufenden Cashflows aus dem Startgeschäft bildet.

Klassifizierte Mission und Starship-Vorbereitung

Parallel zum Starlink-Betrieb bereitete SpaceX für den 10. September einen Start einer geheimen Nutzlast des US Space Force von Vandenberg mit einer Falcon 9 vor – ein kurzfristiger Katalysator, der die enge Taktung des Unternehmens mit dem amerikanischen Militär belegt.

Größere Aufmerksamkeit gilt jedoch dem 14. Starship-Testflug. Booster 21 hatte bereits Ende August einen vollständigen Static-Fire-Test mit allen 33 Triebwerken absolviert, ein zentraler Vorbereitungsschritt vor dem eigentlichen Start.

Ergänzend reichte SpaceX Anfang September bei der FCC eine 60-tägige Sondergenehmigung für Satelliten der nächsten Starlink-Generation ein, die auf ein Startdatum am 15. September verweist. Zudem hatten Behördenunterlagen bereits auf denselben Termin für den Starship-Flug hingedeutet, ohne dass SpaceX das Datum öffentlich bestätigt hätte.

Spaceflight Now wiederum berichtete am 5. September, dass Flight 14 aufgrund von Gefahrenwarnungen frühestens am 15. September stattfinden könne. Die Angaben zum genauen Zeitpunkt bleiben damit vorläufig.

Unbestätigt sind zudem Berichte über eine Ausschreibung von SpaceX für die Vor-Ort-Produktion von flüssigem Methan am Standort Starbase Louisiana. Weder Umfang noch Zeitplan oder ein möglicher Auftragnehmer wurden vom Unternehmen bislang bestätigt, weshalb diese Meldung mit Vorsicht zu behandeln ist.

Kursbild spiegelt erhöhte Unsicherheit

Am Markt zeigte sich die Aktie zuletzt volatil: Am Mittwoch schloss das Papier bei 127,06 Euro, nach einem Tagesverlust von 3,8 Prozent. Über die vergangenen sieben Tage steht ein Minus von 1,3 Prozent zu Buche, während sich der Kurs auf Sicht von 30 Tagen um 10 Prozent verbessert hat.

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 86 Prozent verdeutlicht, wie stark einzelne Nachrichten – etwa zu Starship-Terminen oder Startvorfällen – kurzfristig auf den Kurs durchschlagen können.

Die Gemengelage bleibt für Anleger zweigeteilt: Das Starlink-Geschäft liefert mit hoher Kadenz verlässliche operative Fortschritte, während der bevorstehende Starship-Testflug 14 das klassische binäre Risiko eines Prototypentests in sich trägt. Bis zum angepeilten Fenster um den 15. September dürfte die Schwankungsbreite der Aktie hoch bleiben.

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