SpaceX Aktie: Südkorea-Druck löst sich auf
SpaceX IPO: Devisendruck aus Südkorea ebbt ab, NASA vergibt Starship-Mission, neue Klage in Mississippi belastet.

- Südkorea-Devisendruck lässt nach
- NASA ernennt Artemis-III-Besatzung
- Starship erhält zentrale Mondmission
- Sammelklage in Mississippi eingereicht
Der Wechselkurs-Druck auf den südkoreanischen Won, der wochenlang mit dem bevorstehenden SpaceX-Börsengang in Verbindung gebracht wurde, hat nachgelassen. Rund 1,5 Milliarden Dollar an Devisenanfragen — gebunden an IPO-Vorbereitungen koreanischer Investoren — haben laut Insidern ihre Abwicklung erreicht. Ein Nebeneffekt des aufsehenerregenden Debüts, der Märkte weit jenseits der Wall Street bewegte.
Artemis III: Starship bekommt seine Bühne
Währenddessen erhält SpaceX von NASA eine weitere prominente Aufgabe. Die Raumfahrtbehörde hat die Besatzung für Artemis III nominiert: Vier Astronauten — darunter der Italiener Luca Parmitano als erster ESA-Astronaut in einem Artemis-Programm — sollen die Mission voraussichtlich Ende 2027 absolvieren. SpaceX‘ Starship wird dabei erstmals im All an NASAs Orion-Kapsel andocken und Mondlandetechnologie demonstrieren, parallel zu Blue Origins Blue Moon.
Für SpaceX ist das mehr als ein Symbol. Starship hat im vergangenen Monat bereits eine überarbeitete Version für Mondmissionen getestet. Die Artemis-III-Mission festigt die Rolle als zentraler NASA-Partner — ein Argument, das Investoren beim IPO nicht unbemerkt lassen dürften.
Klage in Mississippi trübt das Bild
Weniger erfreulich ist eine frisch eingereichte Sammelklage in Mississippi. Mehr als 10.000 Anwohner machen geltend, ein Kraftwerk nahe Southaven — das SpaceX und Konzernschwester xAI mit Strom versorgt — erzeuge permanenten Lärm und schädige Gesundheit sowie Immobilienwerte. Die Klage fordert Schadensersatz sowie die Abschöpfung von Gewinnen in nicht genannter Höhe.
xAI hatte mehr als 20 Milliarden Dollar in den Standort investiert. SpaceX ist als Mitbeklagter aufgeführt, Elon Musk persönlich nicht. Bereits im April hatte der NAACP xAI wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Umweltvorschriften verklagt — das Justizministerium signalisierte zuletzt, in diesen Fall einzusteigen.
Juristisch befinden sich beide Klagen noch in frühen Stadien. Für ein Unternehmen, das kurz nach seinem Börsengang steht und mit rund 1,8 Billionen Dollar bewertet werden soll, sind sie dennoch ein Faktor, den institutionelle Investoren im Auge behalten werden.
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