SpaceX Aktie: Umsatz springt 92 Prozent auf 7,8 Milliarden
SpaceX meldet kräftiges Quartalswachstum, während Aktienfreigaben, Starship-Testflug und Starlink-Ausbau den weiteren Kurs prägen.

- 319 Millionen Aktien werden frei
- Zweites Paket folgt am nächsten Tag
- Starship-Testflug für 15. September geplant
- Umsatz steigt im zweiten Quartal 92 Prozent
Heute laufen für SpaceX rund 319 Millionen zusätzliche Aktien aus der Haltefrist nach dem Börsengang frei – der 90. Handelstag seit dem IPO ist erreicht. Ein zweites Aktienpaket von 59 Millionen Papieren folgt bereits morgen. Anleger fragen sich, ob der Kurs dem zusätzlichen Angebot standhält.
Ein Blick auf die jüngste Erfahrung stimmt zuversichtlich: Als Anfang August bereits über 900 Millionen Aktien freigegeben wurden, brach der Kurs nicht ein, sondern kletterte binnen weniger Tage wieder über den IPO-Preis von 135 US-Dollar.
Der gestrige Handelstag lieferte bereits ein Signal: Die Aktie legte 2,6 Prozent zu und schloss bei 131,94 Euro, ohne dass ein einzelner Auslöser dafür öffentlich bekannt wurde. Auf Wochensicht steht ein Plus von 8,6 Prozent zu Buche – ein Hinweis darauf, dass der bevorstehende Lock-up-Ablauf die Stimmung bislang nicht belastet.
Starship-Testflug und Starlink-Expansion als operative Treiber
Parallel zum Kapitalmarkt-Thema rückt der 15. September in den Fokus: SpaceX hat bei der US-Regulierungsbehörde FCC diesen Termin als geplanten Starttermin für Starship-Testflug 14 hinterlegt – der erste orbitale Starship-Start überhaupt.
An Bord sollen neue, leistungsstärkere Starlink-Satelliten ins All gebracht werden. Kiko Dontchev, Vice President für Launch bei SpaceX, kündigte zudem an, dass Starlink-Missionen aus Florida künftig ausschließlich mit Starship statt mit Falcon 9 geflogen werden.
International expandiert Starlink weiter: Die Telekommunikationsregulierungsbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate erteilte dem Dienst Ende August eine zehnjährige Lizenz für allgemeine Weltraumdienste.
Musk bestätigte den Start des Angebots in den Emiraten Anfang September auf X – damit ist Starlink nun in mehr als 150 Ländern und Territorien verfügbar. Das Residential-Paket kostet dort umgerechnet rund 300 Dirham monatlich, die benötigte Hardware startet bei etwa 1.465 Dirham.
Nicht alles läuft nach Plan: Die für den 12. September vorgesehene Crew-13-Mission mit NASA-Beteiligung verschiebt sich. Ein Sauerstoff-Leck im Antriebssystem der Dragon-Kapsel wurde bei Vorbereitungen entdeckt. NASA-Administrator Jared Isaacman rechnet mit zwei bis vier Wochen Reparaturzeit, ein neuer Start wird nun für Ende September oder Anfang Oktober erwartet.
Wachstumszahlen stützen die Bewertung
Fundamental bleibt das Bild stark. Im zweiten Quartal 2026 sprang der Umsatz um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 6,81 Milliarden. Das bereinigte EBITDA wuchs um 191 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar, trotz eines Nettoverlusts von 541 Millionen US-Dollar.
Treiber war das Connectivity-Segment mit 4,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,7 Millionen neuen Abonnenten, während der KI-Bereich um 247 Prozent auf 2,6 Milliarden US-Dollar zulegte. Das Unternehmen peilt bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von 100 Milliarden US-Dollar an und hat sein internes Ziel von 1 Billion US-Dollar Jahresumsatz von 2031 auf 2030 vorgezogen.
Auf der Analystenseite kam heute Bewegung: Wells Fargo senkte das Kursziel leicht auf 212 von zuvor 215 US-Dollar, während Pivotal Research die Aktie neu mit einer Kaufempfehlung aufnahm. Beide Einschätzungen fallen auf denselben Tag wie der Lock-up-Ablauf – ein Signal, dass die Wall Street trotz des zusätzlichen Angebots an Aktien von der operativen Entwicklung überzeugt bleibt.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1.676,78 Milliarden Euro zählt SpaceX damit zu den schwergewichtigsten Neuemissionen der jüngeren Börsengeschichte. Der 15. September dürfte nun zeigen, ob der operative Rückenwind aus Starlink-Expansion und KI-Wachstum auch den ersten orbitalen Starship-Flug überstrahlt.
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