SpaceX Aktie: Unter 147 Dollar gefallen

Die SpaceX-Aktie verliert nach dem Nasdaq-100-Einstieg massiv an Wert. Analysten streiten über die Bewertung, während hohe Verluste und ein Insider-Verkaufsfenster drohen.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch auf unter 147 Dollar
  • Goldman Sachs und Morgan Stanley optimistisch
  • Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar
  • Insider-Verkaufsfenster ab Ende Juli

Die Aufnahme in den Nasdaq 100 galt als klarer Katalysator für die SpaceX-Aktie. Milliarden an passivem Kapital sollten in das Papier fließen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Investoren nutzten das Ereignis schlicht für Gewinnmitnahmen.

Die Folge: ein massiver Kursrutsch. Am Donnerstag fiel das Papier auf unter 147 US-Dollar. Damit verlor die Aktie seit ihrem Rekordhoch gut ein Drittel an Wert. Der Kurs nähert sich schnell wieder dem Ausgabepreis von 135 Dollar.

Analysten streiten über fairen Wert

Der Rücksetzer trifft auf einen extrem gespaltenen Markt. Renommierte Adressen wie Goldman Sachs und Morgan Stanley bleiben optimistisch. Sie sehen in Raumfahrt und Künstlicher Intelligenz einen gigantischen Zukunftsmarkt. Raymond James ruft ein langfristiges Kursziel von 800 Dollar auf. JPMorgan traut dem Papier immerhin 225 Dollar bis Ende 2027 zu.

Andere Experten warnen vor zu viel Euphorie. Morningstar taxiert den fairen Wert auf lediglich 780 Milliarden Dollar. Die Börse bewertet das Unternehmen aktuell aber mit fast zwei Billionen Dollar. Das Analysehaus MoffettNathanson stuft die Aktie daher auf „Neutral“ ein. Die Analysten gaben ein Kursziel von 131 Dollar aus. Sie verweisen auf regulatorische Hürden und eine unsichere Nachfrage.

Milliardenschwere Verluste

Die fundamentale Lage stützt die aktuelle Bewertung kaum. SpaceX verbuchte im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2026 verlor der Konzern weitere 4,3 Milliarden Dollar.

Ein großer Teil dieses Geldes fließt in die neue KI-Sparte. Das treibt die Bewertungskennzahlen auf extreme Niveaus. Anleger zahlen aktuell etwa das Hundertfache des Umsatzes aus dem Jahr 2025.

Der nächste Härtetest steht bereits im Kalender. Ende Juli endet die erste Haltefrist für Insider-Aktien. Nach der Vorlage der Quartalszahlen dürfen Manager und Mitarbeiter knapp 20 Prozent dieser Papiere verkaufen.

In den Monaten August bis Oktober folgen weitere Tranchen. Die Anteile von Gründer Elon Musk bleiben indes bis 2027 gesperrt. Diese gestaffelte Freigabe soll eine plötzliche Verkaufswelle an der Börse verhindern. Ende Juli zeigt sich dann bei den Insidern, wie stark das Vertrauen in die eigene Aktie noch ist.

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