SpaceX Aktie: Zwei Falcon-9-Starts binnen Stunden

SpaceX startet zwei Falcon-9-Missionen und schließt die Cursor-Übernahme ab. Die Aktie fällt trotz Wochenplus und hoher Volatilität nach der Lock-up-Freigabe.

Die Kernpunkte:
  • Doppelter Falcon-9-Start am Samstag
  • Cursor-Übernahme für SpaceXAI abgeschlossen
  • Aktie fällt trotz Wochenplus
  • Starship-Flug 14 für Ende August geplant

Zwei Raketenstarts, eine abgeschlossene Übernahme, ein Aktienkurs unter Druck durch frische Verkaufswelle. SpaceX zeigt am Wochenende, wie eng Raumfahrt und Künstliche Intelligenz inzwischen verzahnt sind. Für Anleger bedeutet das: Zwei völlig unterschiedliche Geschichten laufen gleichzeitig.

Zwei Falcon-9-Starts binnen Stunden

Am Samstag brachte SpaceX seine operative Schlagkraft auf die Straße — beziehungsweise auf die Startrampe. Von Cape Canaveral in Florida hob die Globalstar-2-R-Mission ab. An Bord: neun HIBLEO-4-Satelliten des Kommunikationsanbieters Globalstar. Die Booster-Stufe B1090 flog dabei bereits ihren 14. Einsatz und sollte zur Landezone zurückkehren.

Zeitgleich lief von der kalifornischen Vandenberg Space Force Base die USSF-366-Mission. Diese trug eine geheime Nutzlast für das US Space Force Command. Die eingesetzte Booster-Stufe absolvierte ihren 18. Flug, landete aber nicht an Land, sondern auf einem Drohnenschiff im Pazifik. Für beide Missionen standen Ausweichfenster am Sonntag bereit, falls Technik oder Wetter Probleme machen.

Cursor-Deal abgeschlossen: KI-Sparte wächst

Parallel zum Startgeschäft hat SpaceX am Freitag die Übernahme des KI-Codierungsunternehmens Cursor formal abgeschlossen. Angekündigt wurde der Deal bereits im Zuge des Börsengangs im Juni. Cursor wird nun Teil der neu geschaffenen Sparte SpaceXAI.

Der Schritt passt zu einer klaren Kapitalstrategie. Von den 18,37 Milliarden Dollar Investitionsausgaben im zweiten Quartal flossen rund 15,83 Milliarden Dollar in die KI-Entwicklung. Cursor soll künftig helfen, die Grok-Modelle mit der enormen Rechenkapazität von SpaceX weiterzuentwickeln.

Kurs pendelt zwischen Lock-up-Druck und Nachfrage

Die Aktie schloss am Freitag bei 120,96 Euro, ein Minus von 1,2 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche. Zum bisherigen Rekordhoch von 194,46 Euro aus dem Juni fehlen weiterhin 38 Prozent.

Die Schwankungsbreite bleibt mit einer annualisierten Volatilität von 93 Prozent auf 30-Tage-Basis hoch. Ein wichtiger Grund: Am 12. August wurden rund 319 Millionen weitere Aktien aus einer gestaffelten Lock-up-Freigabe handelbar. Der Markt musste dieses zusätzliche Angebot erst verdauen — dass der Kurs trotzdem zulegte, deutet auf anhaltende institutionelle Nachfrage nach der Doppelstrategie aus Satellitengeschäft und KI-Ausbau hin.

Starship-Flug 14 und Peer-Zahlen im Blick

Die kommende Handelswoche richtet den Blick auf einen möglichen Meilenstein: Flug 14 des Starship-Programms ist für Ende August angesetzt. Erstmals soll dabei eine echte Nutzlast ausgesetzt werden. SpaceX prüft zudem, ob die obere Raketenstufe per „Tower Catch“ aufgefangen werden kann — ein Manöver, das die Wiederverwendbarkeit einen großen Schritt voranbringen würde.

Zusätzliche Impulse dürften von den Quartalszahlen der Wettbewerber Rocket Lab und AST SpaceMobile kommen, die beide früh in der Woche berichten. Der RSI von 54,3 signalisiert derzeit neutrales Terrain — die Aktie versucht, sich oberhalb der 120-Euro-Marke zu stabilisieren.

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