SPIE Aktie: 600-Millionen-Anleihe mit 3,75% Coupon

SPIE bestätigt Jahresziele bei leichtem Umsatzplus, meldet aber rückläufiges organisches Wachstum. Der Chefwechsel und eine erfolgreiche Anleiheemission prägen das Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz übertrifft Analystenerwartungen leicht
  • Organisches Wachstum durch Wetter beeinträchtigt
  • Erfolgreiche Platzierung einer Nachhaltigkeitsanleihe
  • Markus Holzke übernimmt Vorstandsvorsitz

Neuer CEO, frisches Kapital und bestätigte Jahresziele — SPIE hat zum Auftakt des zweiten Quartals gleich auf mehreren Ebenen geliefert. Die Aktie reagierte mit einem Kursplus von rund 1,6 Prozent auf knapp 50 Euro.

Umsatz über Erwartung, organisches Wachstum schwächelt

Im ersten Quartal erzielte SPIE einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro. Das lag leicht über den Analystenerwartungen von rund 2,43 Milliarden Euro. Allerdings schrumpfte das organische Wachstum um 0,9 Prozent — Analysten hatten ein leichtes Plus erwartet.

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Das Management führt das auf Wetterkapriolen in Deutschland und Zentraleuropa zurück. Temporäre Störungen, kein strukturelles Problem — so die Lesart des Vorstands. Jefferies teilt diese Einschätzung und erwartet eine schrittweise Erholung, sobald die Wettereffekte nachlassen.

Frankreich lieferte indes ein positives Signal. Das Heimatmarkt-Geschäft wuchs um 0.6 Prozent — nach einem Minus von 1,6 Prozent im Vorjahr. Für das Gesamtjahr peilt SPIE ein Gesamtwachstum von rund 5 Prozent an, getragen durch organische Expansion und Akquisitionen. Die Zielmarge liegt bei 7,8 Prozent — ein Anstieg um 20 Basispunkte.

Anleihe überzeichnet, Schulden refinanziert

Parallel dazu platzierte SPIE eine Nachhaltigkeitsanleihe über 600 Millionen Euro. Laufzeit: fünf Jahre, Kupon: 3,75 Prozent. Die Emission war deutlich überzeichnet. Die Erlöse fließen in die Refinanzierung von Altschulden aus dem Jahr 2019. Ergänzt wird die Finanzierungsstruktur durch eine Kreditlinie von einer Milliarde Euro, die bis 2027 läuft.

Führungswechsel nach 16 Jahren

Nach der Hauptversammlung vom 30. April vollzog SPIE den lange angekündigten Chefwechsel. Markus Holzke übernahm den Vorstandsvorsitz von Gauthier Louette, der das Unternehmen 16 Jahre lang geführt hatte. Rainer Hollang rückt in Holzkes frühere Rolle als CEO der Region Deutschland, Schweiz und Österreich nach.

Der Kurs notiert mit rund 50 Euro klar über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 47,49 Euro. Der RSI von 74 zeigt allerdings, dass die Aktie kurzfristig in überkauftem Terrain liegt. Ob das organische Wachstum im zweiten Quartal wieder ins Plus dreht, wird die nächste wichtige Wegmarke für die Kursentwicklung sein.

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