Spotify: €715 Millionen Betriebsgewinn im Q1

Spotify überzeugt mit Rekordzahlen im ersten Quartal, enttäuscht aber mit dem Ausblick auf das zweite Quartal. Die Aktie verliert deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Rekordgewinn von 715 Millionen Euro
  • Enttäuschender Ausblick für das zweite Quartal
  • Aktie büßt über zehn Prozent ein
  • Partnerschaft mit Peloton für Fitnesskurse

Rekordgewinne auf der einen Seite, ein enttäuschender Ausblick auf der anderen – Spotify liefert zum Jahresauftakt ein gemischtes Bild. Während die operativen Zahlen im ersten Quartal glänzten, reagieren Anleger nervös auf die Prognosen für die kommenden Monate.

Die Aktie verliert im frühen Handel 10,78 Prozent und steht bei 376,50 Euro. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung des laufenden Jahres fort. Seit Januar hat das Papier bereits rund 23 Prozent an Wert eingebüßt.

Das operative Ergebnis erreichte im ersten Quartal einen Rekordwert von 715 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg auf 4,53 Milliarden Euro.

Skepsis trotz Nutzerwachstum

Dieses Wachstum stützte sich auf eine deutlich verbreiterte Nutzerbasis.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer kletterte auf 761 Millionen. Parallel dazu wuchs die Basis der zahlenden Premium-Abonnenten auf 293 Millionen Kunden. Die Bruttomarge erreichte mit 33 Prozent einen neuen Höchststand für ein Auftaktquartal.

Allerdings enttäuscht das Management beim Ausblick auf das zweite Quartal. Spotify erwartet ein operatives Ergebnis von 630 Millionen Euro. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit rund 674 Millionen Euro kalkuliert.

Auch beim Nutzerwachstum bleibt das Unternehmen hinter den Erwartungen zurück. Bis Ende Juni sollen 299 Millionen Premium-Abonnenten erreicht werden. Das entspräche einem Zuwachs von sechs Millionen Neukunden.

Expansion in den Fitness-Sektor

Abseits der Finanzdaten setzt Spotify auf neue Inhalte, um die Nutzerbindung zu erhöhen. Durch eine Partnerschaft mit Peloton erhalten Kunden Zugriff auf 1.400 Fitness-Kurse. Das Angebot umfasst Yoga, Krafttraining und Meditation.

Interne Erhebungen stützen diesen Schritt. Demnach nutzen bereits 70 Prozent der Premium-Abonnenten monatlich fitnessbezogene Inhalte auf der Plattform. Das Unternehmen will sich so noch stärker im Alltag der Nutzer verankern.

Das Management erläutert die Details zur Strategie und den Quartalszahlen heute in einem Webcast für Investoren.

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