Spyre Therapeutics Aktie: Director verkauft 20.000 Anteile
Ein Director von Spyre veräußert 20.000 Anteile nach positiven Studiendaten. Der Aktienkurs gibt trotz optimistischer Analystenstimmen nach.

- Michael Henderson verkauft 20.000 Aktien
- Aktie fällt 7,1 Prozent auf 78,50 Euro
- Positive Phase-2-Daten zu SPY002 gemeldet
- Mehrere Analysten heben Kursziele an
Hohe Wellen bei Spyre Therapeutics. Kaum hat der Biotech-Wert mit positiven Studiendaten für Aufsehen gesorgt, verkauft ein Director Aktien. Michael Thomas Henderson trennte sich am Montag von 20.000 Anteilen – zu je 100 Dollar.
Die Aktie notiert aktuell bei 78,50 Euro, ein Minus von 7,1 Prozent zum Vortag. Dabei hatten die Papiere erst am Dienstag mit 90 Euro ihr 52-Wochen-Hoch markiert. Der jetzige Kurs liegt rund 13 Prozent unter diesem Rekord.
Studienerfolg als Treiber
Der Hintergrund: Am 15. Juni meldete Spyre positive Zwölf-Wochen-Daten seiner Phase-2-Studie SKYLINE. Das Medikament SPY002 erreichte bei Colitis ulcerosa den primären Endpunkt. Der RHI-Score, der Entzündungen im Darmgewebe misst, verbesserte sich statistisch signifikant.
Hinzu kommt ein Sicherheitssignal bei einem Wettbewerber. Das verschafft Spyre zusätzlichen Rückenwind. Mehrere Analysten reagierten prompt.
Deutsche Bank hob das Kursziel von 115 auf 135 Dollar an, ohne die Kaufempfehlung zu ändern. Wedbush zog auf 100 Dollar nach. BTIG folgte mit einer Anhebung auf 112 Dollar. Die Begründung: höhere Erfolgswahrscheinlichkeit für die TL1A-Pipeline.
Weitere Daten im Anlauf
Für das zweite Halbjahr sind weitere Meilensteine terminiert. Im dritten Quartal erwartet der Markt Topline-Daten aus der SKYWAY-Studie für Rheumatoide Arthritis. Ergebnisse zu Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis folgen im vierten Quartal.
Die Insider-Transaktion von Henderson erfolgte übrigens über einen vorgeplanten 10b5-1-Handelsplan vom Februar. Solche Verkäufe sind keine Ad-hoc-Entscheidung – ein Hinweis, den man im Hinterkopf behalten sollte.
Bleibt abzuwarten, ob die klinische Dynamik ausreicht, um den Kurs über die 90-Euro-Marke zu tragen. Die Rücksetzer nach dem Hoch zeigen: Selbst gute Nachrichten sind an der Börse kein Freibrief.
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