St George Mining Aktie: Rinehart baut auf 10,5 Prozent aus
Trotz technischer Fortschritte beim Niob-Projekt Araxá fällt der Aktienkurs von St George Mining. Großinvestorin Gina Rinehart baut ihren Anteil aus.

- Kurs fällt auf Jahrestief
- Pilotanlage für Niob-Projekt
- Rinehart erhöht Beteiligung
- Optionen für Berater ausgegeben
Der Kurs fällt, das Projekt wächst. Bei St George Mining klaffen operativer Fortschritt und Börsenbewertung derzeit deutlich auseinander. Während das Unternehmen bei der Noosa Mining Conference diese Woche technische Meilensteine präsentierte, rutscht die Aktie weiter ab.
Der Kurs notiert aktuell bei 0,0494 Euro, ein Minus von 1,20 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 14,68 Prozent zu Buche. Damit bewegt sich das Papier nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 0,0457 Euro.
Pilotanlage und Technologiepartnerschaft als Fortschrittssignale
St George Mining treibt sein Flaggschiffprojekt Araxá in Brasilien voran. Das Vorhaben zielt auf Niob und Seltene Erden. Der Konzern bewegt sich derzeit von der reinen Exploration in Richtung Machbarkeitsstudie und Pilotproduktion.
Zentral dafür ist der Bau einer Pilotanlage auf dem CEFET-Campus in Araxá. Die Investition liegt bei rund fünf Millionen US-Dollar. Die Anlage soll die Aufbereitungsverfahren unter realen Bedingungen testen.
Zusätzlich kooperiert St George Mining mit Boston Metal. Gemeinsam testen beide Firmen die sogenannte Molten-Oxide-Elektrolyse für die Metallgewinnung. Das Verfahren verspricht niedrige Kosten und eine CO2-freie Produktion von Niob. Gelingt der Nachweis, könnte Araxá als Vorzeigeprojekt für nachhaltige kritische Rohstoffe gelten. Gerade für westliche Verteidigungsindustrie und Lieferketten wird das zunehmend wichtig.
Kapitalstruktur wächst mit dem Projekt
Parallel zum technischen Fortschritt passt St George Mining seine Kapitalstruktur an. Das Unternehmen beantragte die Notierung von 250.000 zusätzlichen Aktien an der australischen Börse ASX. Sie stammen aus der Ausübung bestehender Optionen.
Hinzu kommen fünf Millionen neue Optionen mit der Kennung SGQOC, die im Februar 2027 auslaufen. Sie gehen an Berater des Unternehmens. Der Grund: Anerkennung für die jüngste Akquisitions- und Finanzierungsphase, verbunden mit langfristigen Anreizen für die kommende Entwicklungsphase. Am Mittwoch veröffentlichte St George Mining zudem eine sogenannte Cleansing Statement — sie bestätigt die vollständige Einhaltung der australischen Offenlegungspflichten.
Rinehart baut Position aus
Das Kernvorkommen in Araxá umfasst nach dem großen Ressourcen-Upgrade aus dem ersten Quartal 2026 insgesamt 70,91 Millionen Tonnen Erz. Der durchschnittliche Gehalt liegt bei 4,06 Prozent Seltene-Erden-Oxiden. Das Projekt liegt im etablierten Bergbaudistrikt Minas Gerais.
Besonderes Gewicht erhält das Vorhaben durch Hancock Prospecting, die Investmentfirma von Gina Rinehart. Nach einer Kapitalerhöhung über 60 Millionen US-Dollar hat Hancock seinen Anteil an St George Mining auf rund 10,5 Prozent ausgebaut. Diese Investition verschafft dem Unternehmen einen wichtigen Liquiditätspuffer für die kommenden zwölf Monate.
Am Markt bleibt die Stimmung dennoch verhalten. Der RSI von 33,1 signalisiert eine überverkaufte Aktie, der Kurs liegt 21,46 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 0,0629 Euro. Das Management hält trotzdem an seinem Zeitplan fest: Eine finale Investitionsentscheidung soll innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate fallen. Für das späte Jahr 2026 kündigt St George Mining weitere Klarheit zu den wirtschaftlichen Eckdaten des Projekts an — inklusive Scoping-Studien und zusätzlicher metallurgischer Ergebnisse.
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