Stabilus: Raus aus dem Korrekturtrend?

In den vergangenen zwei Monaten hatte der Automobilzulieferer Stabilus keinen einfachen Stand am Kapitalmarkt. Was auch mit den Sorgen zu tun hatte, dass der Produzent von Gasfedern und Dämpfern im wichtigen chinesischen Absatzmarkt durch die dortigen Turbulenzen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Doch der nun vorgelegte Quartalsbericht zeichnet vorerst ein anderes Bild.

 

@ Stabilus
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Stabilus konnte auf breiter Front von einer nach wie vor robusten Nachfrage nach seinen Automotive-Bauteilen profitieren. So schaffte das Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatzzuwachs um 23% auf mehr als 160 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 12% auf 27,5 Mio. Euro zu.

 

Stabilus sieht Chancen in China

Dass Stabilus am Ende im Reinertrag dennoch einen Verlust von 25,5 Mio. Euro auswies, war der Refinanzierung einer Hochzinsanleihe zu verdanken. Rechnet man diese Sonderkosten heraus, hätte Stabilus 9,5 Mio. Euro verdient. Wobei die Firma expliziert auch darauf hinwies, dass nicht nur das Geschäft in den USA weiterhin boomt, sondern auch in China weitere Wachstumschancen warten.

So habe man bislang zwar festgestellt, dass es einen Verschiebung im Nachfragemix gibt, weg von Limousinen, hin zu SUV und Mehrzweckautos. Doch Stabilus sieht sich auch in diesen Marktsegmenten sehr gut positioniert.

 

Erhöhte Prognose

Entsprechend positiv auch der Ausblick. Denn Stabilus nimmt das vorgelegte Quartalsergebnis zum Anlass und erhöht seine Jahresprognose. So rechnet man nun auch dank des starken Dollar mit einem Jahresumsatz von rund 600 Mio. Euro, während die bisherige Prognose zwischen 575 und 585 Mio. Euro lag. Die erwartete EBIT-Marge liegt weiterhin zwischen 12 und 13%. Im dritten Quartal lag sie bei 12,3%.

 

Aktie vor dem Break?

Die Aktie hat nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen sehr erfreulich reagiert. Damit eröffnet sich nun für Stabilus die Chance, aus dem seit Ende Juni bestehenden Abwärtstrend nach oben wieder auszubrechen. Allerdings bleiben zwei einzukalkulierende Risiken.

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Zum einen das China-Thema, das weiterhin für Unruhe und Abgabedruck sorgen könnte. Zum anderen stehen der Aktie von Stabilus zum Break noch zwei harte Widerstandslinien in Gestalt der 100- und 38-Tage-Linie im Weg. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte per Stopp-Buy bis mindesten 35,50 Euro warten, eher er einsteigt.

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